In Oberhausen hat der Frieden Platz

10.07.2019 08:17 | Kultur Bürgerservice & Rathaus

Zwischen den Kirchen St. Joseph und St. Johannes an der Donauwörther Straße ist ein neuer Platz entstanden: der Oberhauser Friedensplatz. Am Sonntag wird er eingeweiht.

Zwischen St. Johannes (links) und St. Joseph wird am Sonntag der Oberhauser Friedensplatz eingeweiht. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Die Freifläche zwischen der katholischen Kirche St. Joseph und der evangelischen Kirche St. Johannes wurde als öffentlicher Platz neugestaltet. Eine feierliche Einweihung ist für kommenden Sonntag, 14. Juli, im Rahmen des Pfarrfestes vorgesehen.

Gottesdienst mit vertauschten Kirchen

Um 10 Uhr beginnen die beiden Gottesdienste – mit vertauschten Kirchen: Die evangelischen Gläubigen feiern in St. Joseph, während der katholische Gottesdienst in St. Johannes stattfindet. „Ein Kirchentausch als Zeichen der Ökumene!“, so die Erklärung im Pfarrbrief von St. Joseph. Ab 12 Uhr beginnt die Feier auf dem neuen Platz. Den Schlusspunkt bildet um 18 Uhr ein Kirchenkonzert.

Dieser hochwertige Platz an der lang gezogenen Donauwörther Straße soll Raum für Kommunikation und Begegnung bieten, um das Miteinander im Stadtteil Oberhausen zu fördern. So heißt es in den städtebaulichen Zielen.

Respekt, Miteinander, Toleranz und Vertrauen

Der neue Brunnen, der jetzt auf dem Platz steht, wurde an den Längsseiten des Beckens mit vier Begriffen in 54 verschiedenen Sprachen versehen: „Respekt“, „Miteinander“, „Toleranz“ und „Vertrauen“. Die Inschrift „Frieden“ wird an den Stirnseiten des Brunnenbeckens herausgestellt. Die Auswahl der Begriffe erfolgte nach Umfragen im Quartier und in Abstimmung mit den beiden Pfarreien.

Der Zusatz „Oberhauser“ zur Bezeichnung „Friedensplatz“ soll den Stadtteilbezug dieses Platzes aufzeigen und die Möglichkeit eines zentralen Friedensplatzes in der Friedensstadt Augsburg offen lassen. Adressänderungen sind durch die Benennung nicht notwendig. Die beiden Pfarreien St. Joseph und St. Johannes sowie das Stadtarchiv haben keine Einwände gegen diese Benennung. (pm/rs)