In Augsburg entsteht Behördenzentrum für Asyl-Verfahren

26.06.2019 15:03 | Asyl Bürgerservice & Rathaus Umwelt & Soziales

Mit der Schließung der ANKER-Einrichtung in Donauwörth zum Jahresende übernimmt auch die Stadt Augsburg Teilfunktionen. „In Schwaben gilt das Solidaritätsprinzip unter den Kommunen“, betont Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl.

Behördenzentrum in Lechhausen

Nach Angaben der Regierung von Schwaben werden künftig anreisende Asylbewerber rund um die Uhr in einem neuen Behördenzentrum aufgenommen. Es befindet sich in der Aindlinger Straße im Gewerbegebiet Lechhausen, wo der Freistaat Bayern bereits in der Vergangenheit ein Ankunftszentrum eingerichtet hat.

Maximale Unterbringung für drei Tage

Das Behördenzentrum ist als Anlaufstelle für alle im Regierungsbezirk Schwaben ankommenden Flüchtlinge an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr geöffnet. Dort sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Regierung von Schwaben, des Gesundheitsamtes der Stadt Augsburg, des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Zentralen Ausländerbehörde Schwaben (ZAB) sowie der Flüchtlings- und Integrationsberatung (FIB) untergebracht.

Außerdem ist die Einrichtung mit 200 Notbetten für eine Kurzzeitunterbringung ausgestattet. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten ist eine Unterbringung von Asylbewerbern in der Aindlinger Straße für maximal drei Tage möglich. Ein Sicherheitsdienst ist rund um die Uhr anwesend.

Unterkunfts-Dependance in Berliner Allee

Die Belegung der bestehenden Augsburger Unterkunfts-Dependancen Inningen und Kobelweg bleibt unverändert. Die bestehende Gemeinschaftsunterkunft in der Berliner Allee wird zur Unterkunfts-Dependance umgewidmet und in ihrer Kapazität von 110 auf 200 Personen erweitert.

Dort sollen künftig Familien und alleinerziehende Mütter mit schulpflichtigen Kindern untergebracht werden. Die Kinder gehen in dieser Einrichtung zur Schule.

Weitere Kapazitäten in Schwaben

In Mering, Neu-Ulm und Kempten werden ebenfalls weitere Kapazitäten geschaffen, um den Wegfall von Bewohnerplätzen am Standort Donauwörth in Schwaben zu kompensieren.
In diesem Zusammenhang verweist OB Dr. Gribl darauf, dass der Freistaat Bayern und die Regierung von Schwaben auch weiterhin für Sicherheitsmaßnahmen sorgen müssen. „Wir haben dabei bislang gut zusammengearbeitet“, so der OB. (pm)