Grundstein fürs neue Elefantenhaus gelegt

12.04.2018 16:00 | Freizeit

Neues Haus, neuer Pool und 7000 Quadratmeter Wohnfläche: Die neue Elefanten-Anlage im Zoo Augsburg kann sich sehen lassen. Am heutigen Donnerstag wurde der Grundstein gelegt.

Eine Kartusche mit einer aktuellen Tageszeitung, Elefantenhaaren und verschiedenen Fotos versenkten (von links) Architekt Frank Kirsten, Zoodirektorin Dr. Barbara Jantschke, Herbert Mainka (Freundeskreis Augsburger Zoo) und Bürgermeisterin Eva Weber im Grundstein fürs neue Elefantenhaus. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Rund 7000 Quadratmeter Fläche umfasst das neue Elefantenhaus samt Auslauf- und Badebereich, das entspricht etwa der Größe eines Fußballfeldes. Die Anlage kostet 6 Millionen Euro und ist aus Gründen der heutigen Anforderungen an die Haltungsvorschriften Voraussetzung dafür, dass auch künftig Elefanten im Augsburger Zoo leben und gezeigt werden können. Dies wäre nach dem Tod der beiden bereits hochbetagten Elefantenkühe Burma und Targa – sie zählt mit geschätzt 63 Jahren zu den ältesten Zoo-Elefanten weltweit – sonst vorbei gewesen. 
 

Finanzierung durch Stadt, Zoo und Freundeskreis

Weil der Zoo Augsburg aufgrund seiner jährlichen Besucherzahlen zu den Spitzeneinrichtungen der Stadt gehört und vor allem auch einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung leistet, unterstützt die Stadt Augsburg neben dem jährlichen Betriebskostenzuschuss in Höhe von knapp 1 Million Euro den Bau des neuen Geheges mit zwei Millionen Euro. Ein Drittel der Baukosten will der Zoo mit starker Unterstützung des Freundeskreises über Spenden einwerben, ein weiteres Drittel wird über Darlehen finanziert.
 

Bürgermeisterin Weber: „600.000 Besucher sind ein deutliches Zeichen“

Die heutige Grundsteinlegung für das Elefantenhaus nahm Bürgermeisterin Eva Weber zum Anlass, den Zoo aufgrund seines Freizeitwerts „als großen Beitrag zur Lebensqualität in Augsburg“ zu würdigen. „Über das Freizeiterlebnis hinaus verbinden viele Besucher aber auch Kindheitserlebnisse mit der Einrichtung, die damit prägend und identitätsstiftend für Augsburg wirkt“, so Weber. Der Zoo gehöre einfach zum Stadtleben dazu. „Dafür sind 600.000 Besucher pro Jahr ein deutliches Zeichen. Zumal viele von ihnen auch das breitgefächerte Führungsangebot in Anspruch nehmen, um mehr über die Tiere aber auch den Zoo-Alltag sowie den Natur- und Artenschutz zu erfahren.“
 

Umweltreferent Erben: „Wichtiger Beitrag zur Umweltbildung“

Aus Sicht von Umweltreferent Reiner Erben leistet der Zoo „einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung und Erhaltung gefährdeter Tierarten. Daher ist die städtische Einrichtung weit mehr als eine Freizeit- und Erholungsstätte. Denn Umweltbildung zählt ebenso zu den Aufgaben eines modernen Zoos, wie Natur- und Artenschutz. In seinem Bestreben, Kompetenzzentrum für den Naturschutz zu werden, verdient der Zoo Augsburg volle Unterstützung“, so der Umweltreferent.

Gemeinsam mit Bürgermeisterin Eva Weber ruft er zu weiteren Spenden für das neue Elefantengehege auf, das im nächsten Herbst für die beiden beliebten Elefanten-Damen bezugsfertig sein soll. (pm/rs)