Fußgängersteg über den Hochablass wieder geöffnet

21.12.2017 10:40 | Welterbebewerbung, Freizeit

Ab Freitag, 22. Dezember, ist der Hochablass für Fußgänger wieder freigegeben.

145 Meter lange Leitung: Während der Sanierung des Hochablass haben die Stadtwerke ihre Wasserleitung erneuert. Foto: Thomas Hosemann/swa

Wer in den Weihnachtsferien im Siebentischwald unterwegs ist, kann also wieder über den Steg spazieren und muss nicht mehr über die Hochzoller Lechbrücke ausweichen.

Für Januar und Mai 2018 sind zum Einheben der Walze nochmals Sperrungen von etwa einer Woche vorgesehen. Für die Beschichtung des Gehwegs muss der Steg zwei bis drei Wochen gesperrt werden. Da diese Arbeiten von der Witterung abhängen und bei winterlichen Temperaturen nicht ausgeführt werden können, werden die genauen Termine kurzfristig festgelegt. Fußgänger und Radfahrer müssen für diese Tage wieder auf die Hochzoller Lechbrücke ausweichen.

Im Zuge der Sanierung wurden die alten Betonelemente abgebrochen und erneuert. Die Stadtwerke haben zudem eine neue Wasserleitung auf den Pfeilern verlegt.  

Parallel zur Erneuerung des Fußgängerstegs wurde auch das marode Walzenwehr ausgebaut und erneuert. Mit der aktuellen Instandsetzung werden auf Jahrzehnte hinaus Wirtschaftlichkeit, sowie Stand- und Verkehrssicherheit des Hochablasses garantiert. Insgesamt werden für die technische Erneuerung des Hochablasses 3,1 Mio. Euro investiert.

20 Meter breite neue Walze gleicht historischem Vorbild

Da der Hochablass unter Denkmalschutz steht und im Rahmen der Augsburger UNESCO-Welterbe-Bewerbung „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst“ ein wichtiger Bestandteil ist, ist ein sensibles Vorgehen der Stadt bei den Bauarbeiten unerlässlich. Um das historische Erscheinungsbild des Walzenwehrs zu erhalten, wird der neue Antrieb neben der historischen Mechanik im Glockenturm installiert. Die neue Walze wird so aussehen wie das 20 Meter breite historische Vorgänger-Exemplar aus dem Jahr 1911.

Wie Ulrich Müllegger als Beauftragter der Stadt für die Welterbe-Bewerbung hervorhebt, wird die alte Walze aufgehoben und der Öffentlichkeit gezeigt: „Dies ist vor allem deshalb wichtig, um der Idee eines UNESCO-Welterbes gerecht zu werden. Im Fall des Walzenwehres bedeutet dies, dass die technische Entwicklung und Bedeutung des Hochablasses nachvollzogen werden kann.“ (pm/pif) 

Weitere Infos stehen unter Baustellen/Hochablass.