Fliegerbombe in Lechhausen erfolgreich entschärft

16.07.2020 06:09 | Bürgerservice & Rathaus

Kurz nach halb acht kam die gute Nachricht: Die Bombe ist entschärft. Etwa eine Stunde lang arbeiteten die beiden Sprengmeister dem gefährlichen Objekt. Dann durften die Anwohner zurück; die zuvor gesperrte Autobahn wurde wieder freigegeben.

Die entschärfte Fliegerbombe in Lechhausen. Foto: Anna Schubert

Geschafft: Die beiden Sprengmeister Roger Flakowski (links) und Torsten Thienert mit der erfolgreich entschärften Fliegerbombe. Foto: Anna Schubert/Stadt Augsburg

Die im Gewerbegebiet Augsburg Ost auf einem Grundstück nahe der Pöttmeser Straße gefundene amerikanische Fliegerbombe konnte am gestrigen Mittwoch, 15. Juli 2020, gegen 19:30 Uhr erfolgreich entschärft werden. Das rund 450 Kilogramm schwere Relikt des Zweiten Weltkriegs war bereits im vergangenen Jahr bei Sondierungsarbeiten auf einer Ackerfläche entdeckt worden.

Zur Freilegung und anschließenden Entschärfung der Bombe evakuierten Sicherheitskräfte ab 16 Uhr die Anwohnerinnen und Anwohner in einem Radius von 1.000 Metern um die Fundstelle. Da es sich vorwiegend um ein Gewerbegebiet handelt, hielten sich nur wenige Menschen in der Schutzzone auf. Ansässige Unternehmen mussten ab 16 Uhr ihren Betrieb einstellen, die Beschäftigten die eingerichtete Sperrzone verlassen.

Live-Ticker: So lief die Bomben-Entschärfung in Lechhausen

Entschärfung nach einer Stunde

Gegen 18:30 Uhr begannen die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes mit der Entschärfung. Einer der beiden Zünder musste vor Ort kontrolliert gesprengt werden. Nach rund einer Stunde gaben die Einsatzkräfte Entwarnung und die Sperrzone wurde aufgehoben.

„Die reibungslose und zügige Entschärfung der Bombe hat gezeigt, wie professionell das Zusammenspiel aller Beteiligten funktioniert. Auch die betroffenen Bürgerinnen und Bürger und Gewerbetreibenden haben ein großes Maß an Disziplin bewiesen“, sagt Ordnungsreferent Frank Pintsch, der den Einsatz vor Ort begleitete.

Vorübergehende Sperrung der A8

Aufgrund der eingerichteten Sperrzone musste die Bundesautobahn A8 ab etwa 18 Uhr in beide Richtungen zwischen den Anschlussstellen Augsburg-Ost und Dasing gesperrt werden. Die viel geäußerten Bedenken bezüglich der Vollsperrung haben sich laut Polizei nicht bestätigt. Auf der Umleitungsstrecke sei es zu keinen größeren Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses gekommen. Die frühzeitigen Informationen zur Vollsperrung hätten Wirkung gezeigt, da sich die Betroffenen im Vorfeld auf die Situation einstellen konnten.

Auch der öffentliche Nahverkehr war von der Sperrzone betroffen. Die Buslinie 48 wurde über die Bgm.-Wegele-Straße
umgeleitet.

Dank an die Einsatzkräfte

Insgesamt waren rund 220 Einsatzkräfte vor Ort. Darunter etwa 80 Kräfte der Polizei sowie 120 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Augsburg, der sieben Freiwilligen Feuerwehren aus dem Stadtgebiet (Haunstetten, Göggingen, Bergheim, Pfersee, Inningen, Kriegshaber und Oberhausen) und den Wehren aus Derching, Hügelshart, Stätzling und Ottmaring. Auch 20 Helferinnen und Helfer der Augsburger Hilfsorganisationen (Bayerisches Rotes Kreuz, Johanniter und Medizinisches Hilfswerk) und zwei Fachberater des THW unterstützten den Einsatz. Zusätzlich zu den direkt
beteiligten Einsatzkräften hatten alle Organisationen auch Bereitschaftsdienste eingerichtet.

„Allen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen, die umsichtig und reibungslos für die gesicherte Evakuierung und Absperrung gesorgt haben, möchte ich meinen herzlichen Dank aussprechen“, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber. Wir können froh und dankbar sein, dass die Entschärfung der Fliegerbombe auch dieses Mal wieder ohne größere Probleme gelungen ist.“ (kso)