Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit – Vortrag in der Halle 116

10.07.2018 17:03 | Kultur

Die „Halle 116“ soll Erinnerungsort werden. Was Gedenkstättenarbeit leisten muss und wie ein solcher Ort umgesetzt werden kann, versucht die Vortragsreihe zu Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit zu klären. Diesen Mittwoch, 11. Juli 2018, spricht Prof. Dr. Winfried Nerdinger, Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München.

Nach Kriegsende bezogen die US-Luftstreitkräfte das Gelände auf dem sich die „Halle 116“ befand. Die Besatzungsmacht war es auch, die der Halle ihre bis heute namensgebende Nummerierung 116 gab. Foto: Stadt Augsburg

Das im April 2015 eröffnete Dokumentationszentrum in München gilt als einer der renommiertesten Lernorte zur NS-Geschichte überhaupt. Prof. Dr. Winfried Nerdinger stellt die Konzeption und die Didaktik der Einrichtung vor und berichtet über die geplante Errichtung eines Lern- und Erinnerungsortes im ehemaligen Zwangsarbeiterlager Neuaubing.

Sein Vortrag „Erinnerung gegründet auf Wissen – NS Dokumentationszentrum München“ findet am Mittwoch, den 11. Juli 2018 um 19 Uhr in der Halle 116 (Karl-Nolan-Straße 2-4, 86157 Augsburg) statt. Der Eintritt ist frei.

„Halle 116“ – ein Erinnerungsort

Die „Halle 116“ in der ehemaligen Sheridan-Kaserne war ab Mai 1944 ein KZ-Außenlager. Unter unmenschlichen Bedingungen waren hier bis zu 2000 männliche KZ-Häftlinge untergebracht, die vor allem in den Werkshallen der Messerschmitt AG an der Haunstetter Straße Zwangsarbeit leisten mussten. (pm/gr)