Digitaler Unterricht für alle

03.06.2020 12:20 | Bildung & Wirtschaft

Augsburg erhält aus dem Bundesförderprogramm „DigitalPaktSchule“ über 1,6 Millionen Euro. Damit sollen möglichst viele Schülerinnen und Schüler zuhause Zugang zu digitalem Unterricht bekommen. Auch einige Sammelaktionen für gebrauchte Laptops unterstützen Kinder und Jugendliche.

Digitaler Unterricht für alle: Die Stadt erhält Fördermittel in Höhe von über 1,65 Millionen Euro. Foto: Siegfried Kerpf/Stadt Augsburg

Im Rahmen des „DigitalPaktSchule“ hat die Bundesregierung das „Sonderbudget Leihgeräte“ in Höhe von 500 Mio. Euro beschlossen. Aus diesem Fördertopf erhält die Stadt Augsburg jetzt über 1,65 Mio. Euro. „Damit werden soziale Ungleichgewichte in der Zeit des Corona-bedingt eingeschränkten Schulbetriebs ausgeglichen. Für Familien in Augsburg ist das eine sehr gute Nachricht“, betont Bürgermeisterin sowie Bildungs- und Migrationsreferentin Martina Wild.

„Kinder dürfen nicht abgehängt werden“

Wie sie weiter ausführt, treffe die Corona-Situation Kinder und Jugendliche ganz unterschiedlich hart: „Wer in engen Wohnungen, wer ohne Garten, wer ohne Internetanschluss und adäquate technische Ausstattung mit digitalen Endgeräten oder ohne einen ruhigen Platz für die Hausaufgaben lebt, wer keine Eltern hat, die beim Lesen, bei Physik und Englisch helfen können, den treffen teilgeöffnete Kitas und Schulen härter. Wir können nicht zulassen, dass Kinder und Jugendliche abgehängt werden, weil sie nicht über das nötige technische Equipment verfügen. Deshalb ist es gut, dass der Bund nun Mittel zur Verfügung stellt, um vor Ort ausreichend geeignete digitale Endgeräten anzuschaffen, die dann für bestimmte Kinder und Jugendliche bereitgestellt werden“, so die Bildungsreferentin.

Rasche Umsetzung der Förderung

Wie sie betont, ist sie sich der Herausforderungen, die mit einer so kurzfristigen Beschaffung verbunden sind, bewusst. „Ich kann aber versichern, dass unsere Schulverwaltung alle Anstrengungen unternimmt, damit Schülerinnen und Schüler schnellstmöglich die neuen Geräte nutzen können“, sagt Bürgermeisterin Martina Wild zu.

Sammelaktionen für gebrauchte Laptops

Sie verweist in diesem Zusammenhang auch auf diverse Sammelaktionen von Laptops in Augsburg – wie etwa vom Freiwilligenzentrum Augsburg, der Martinschule oder der GEW Augsburg. Dort können Geräte, die nicht mehr gebraucht werden aber noch voll funktionsfähig sind, abgegeben werden. „Auch diese Geräte kommen Kindern, Jugendlichen und Familien zugute“, so Bildungsreferentin Martina Wild. (PM/roja)