Die Friedensstadt Augsburg rückt zusammen

12.02.2016 19:42 | Bürgerservice & Rathaus

Mit einer beeindruckenden öffentlichen Demonstration hat Augsburg als gestandene Friedensstadt deutlich, laut und friedlich ihr Missfallen gegen den Auftritt der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry im Rathaus zum Ausdruck gebracht. Dazu kamen rund 3500 Menschen auf den Rathausplatz.

Rund 3500 Menschen füllten den Rathausplatz bei der Mahnwache am heutigen Freitagabend. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

„Ich bin stolz auf Euch und auf diese Stadt, die ein klares Bekenntnis zu Offenheit und Toleranz abgelegt hat und Frau Petry deutlich gezeigt hat, dass sie aufgrund ihrer menschenverachtenden Äußerungen zum möglichen Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge in Augsburg unerwünscht ist. Das Maß ist voll. Das lassen wir uns nicht gefallen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl in seiner Ansprache auf dem Rathausplatz.

Einen entsprechenden Fingerzeig hat auch der Stadtrat gemacht, der mehrheitlich Änderungen der Benutzungsordnung für das Augsburger Rathaus beschlossen hat. „Wir leben hier in Augsburg viele und ganz unterschiedliche Formate einer Friedensstadt, die es uns ermöglicht, den sozialen Frieden wahren“, so Gribl.
  

Gribl: „Es war Zeit, aufzustehen“

Mit Blick auf Frauke Petry hält der OB fest: „Es war Zeit, aufzustehen, Position zu beziehen und sich mit den krassen AfD-Aussprüchen auseinanderzusetzen. Denn derartige Grenzübertretungen sind in der Tat strikt zurückzuweisen. Das hat die Stadt Augsburg zusammen mit dem Bündnis für Menschenwürde, Ensemblemitgliedern unseres Theaters, dem Stadtjugendring und vielen Bürgerinnen und Bürgern in beeindruckender Weise couragiert und friedlich getan.“ (pm)

Die Ereignisse des Abends in Echtzeit in unserem Liveticker aus dem Rathaus