Der Winter kann kommen

08.11.2018 15:41 | Bürgerservice & Rathaus, Umwelt & Soziales

Augsburg ist gerüstet für die weiße Jahreszeit: In den Depots des AWS liegen tausende Tonnen Streusalz und Splitt bereit. Insgesamt werden rund 180 Mitarbeiter und 69 Fahrzeuge die Straßen und Wege räumen, wenn es schneit.

Im Wertstoff- & Servicepunkt Holzweg wartet tonnenweise Streusalz auf seinen Einsatz. Foto: Michael Hochgemuth/Stadt Augsburg

Die Durchführung des Winterdienstes zählt zweifellos zu den anspruchsvollen Aufgaben des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebes der Stadt Augsburg (AWS). Von den Unwägbarkeiten des Wetters abgesehen, prallen hier die unterschiedlichen Anforderungen aufeinander, z.B. Umweltschutz, Sparsamkeit, Verkehrssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Bürgerwünsche, unterschiedliche Verkehrsbeschränkungen, Lärmschutz, zunehmende Verkehrsdichte, verkehrsberuhigte Zonen, Spielstraßen.

Aber der AWS ist gut vorbereitet. In den beiden Wertstoff- & Servicepunkten im Holzweg und in der Johannes-Haag-Straße lagern insgesamt:

  • 6000 Tonnen Salz
  • 2000 Tonnen Splitt-Salz-Gemisch
  • 1000 Tonnen Splitt

Im Einsatz sind 180 Mitarbeiter, davon 30 Saisonkräfte. 130 Mitarbeiter sind in 25 mobilen Gruppen unterwegs und kümmern sich um Haltestellen, Fußgängerüberwege und stadteigene Gehwege.

Auch der Fuhrpark kann sich sehen lassen. Zum Einsatz kommen:

  • 20 große Streu- und Räumfahrzeuge
  • 26 Mehrzweckfahrzeuge (v.a. für Geh- und Radwege)
  • 23 Räumfahrzeuge von Privatunternehmen, vor allem Traktoren

Wenn es schneit, ist der Winterdienst teils schon ab 4:00 Uhr morgens im Einsatz. Besonderes Augenmerk wird auf die Radwege gelegt: Im Hinblick auf das Projekt Fahrradstadt wird der Winterdienst auf den Radstreifen ständig verbessert.

Rund 3,3 Millionen Euro KostenIn einem durchschnittlichen Winter kostet der Winterdienst rund 3,3 Millionen Euro. Ist der Winter besonders lang und hartnäckig, können die Kosten schon mal auf bis zu 4,2 Millionen steigen.

Die Kosten für den Winterdienst trägt ausschließlich die Stadt Augsburg aus ihren Haushaltsmitteln. Es werden keine Gebühren für den Winterdienst erhoben. Daher berechtigt eine nicht geräumte Seitenstraße auch nicht zur Kürzung der Straßenreinigungsgebühren.

Anlieger müssen Gehwege freihaltenBei allem Aufwand des AWS besteht für Grundstücksanlieger die Räum- und Streupflicht auf öffentlichen Gehwegen. An Werktagen muss der Weg bis 7:00 Uhr frei sein, an Sonn- und Feiertagen bis 8:00 Uhr. Das gilt übrigens auch, wenn sich vor dem Anwesen eine Haltestelle befindet. Salz darf von Privatleuten nicht gestreut werden, außer an besonders gefährlichen Stellen wie Treppen oder abschüssigen Gehwegen.

Kostenloser Splitt aus 270 KistenZu diesem Zweck hat die Stadt Augsburg wieder 270 Splittkisten im gesamten Stadtgebiet aufgestellt und befüllt. Privatleute dürfen hier kostenos Splitt entnehmen, um ihren Geweg zu streuen. Hausmeisterdienste dagegen dürfen sich hier ausschließlich Streuen von öffentlichen Wegen bedienen. (pm/rs)

Fahrer Harald Luksch erklärt die Bedienung des Räumfahrzeugs. Foto: Michael Hochgemuth/Stadt Augsburg