#digitalbrecht: 2021 findet das Brechtfestival erstmals im Netz statt

16.12.2020 07:50 | Freizeit Kultur

Augsburg feiert seit 2010 jedes Jahr den Dichter Bertolt Brecht mit unterschiedlichsten Genres und Formaten. 2021 findet das Brechtfestival erstmals im Netz statt. Auf dem Smartphone, dem Tablet und am heimischen Rechner bietet es zwischen dem 26. Februar und dem 7. März rund 20 Netzpremieren und Kunst-on-Demand.

#digitalbrecht: 2021 findet das Brechtfestival erstmals im Netz statt. © Brechtfestival Augsburg.

Brecht durch die Augen von Paula Beer, Corinna Harfouch und vielen anderen

Vom Kurzfilm bis zum Live-Talk, von der Handy-Cam zum Trickfilm: In den Brechtfestival Streams erlebt das Publikum Brecht, sein Kollektiv, seine Texte und seine Themen durch die Augen von Paula Beer, Corinna Harfouch, Charly Hübner, Lina Beckmann, Winnie Böwe, Stefanie Reinsperger, Hanna Hilsdorf, Suse Wächter, Frank Wolff, Ben Hartmann u.a. Sie zeigen Blicke auf „ihren“ Brecht und das, was er ihnen bedeutet. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler erfüllen diese erste Online-Ausgabe mit ganz persönlichen Zugängen zu Bertolt Brecht, Helene Weigel, Elisabeth Hauptmann, Margarete Steffin und Ruth Berlau.

„Es ist uns gelungen, viele Künstlerinnen und Künstler, die wir zuvor angefragt hatten, auf eine netzbasierte Präsentationsform umzuorientieren. Uns war aber wichtig, nicht ausschließlich Bühnenpräsentationen abzufilmen, sondern möglichst eigene künstlerische Beiträge zu schaffen. Wir sind gespannt, was sich die Beteiligten einfallen lassen“, so Festivalleiter Jürgen Kuttner zum Wechsel ins Digitale.

#digitalbrecht – Brechtfestival 2021 via www.brechtfestival.de

Das Programm des Brechtfestivals 2021 wird vom 26.Februar bis zum 7.März über die Festival- Webseite www.brechtfestival.de präsentiert. Neben kostenlosen Angeboten soll es auch einen Festivalpass für weitere Brechtfestival-Angebote geben. „Die Umstellung auf ein digitales Festival in 2021 bietet die Chance einer noch stärkeren überregionalen Bekanntheit“, sagt Kulturreferent Jürgen Enninger. „Mit dem Festivalpass stellen wir die besondere Wertigkeit heraus, die Kultur im Allgemeinen und die einzelnen Beiträge im Besonderen haben. Gleichzeitig soll niemand ausgeschlossen sein. Ein Brechtfestival ist aktuell wichtiger denn je. Die Pandemie zeigt, welche Tragweite Ungleichheiten bekommen, wenn Krisen gemeistert werden müssen. Diskriminierung, die ungerechte Verteilung von Macht, Geld und Chancen: Dies alles wird durch Brecht deutlich thematisiert und schafft so für uns eine berührende Aktualität, die zum Handeln mahnt“, so Enninger. (pm/pif

Nähere Infos zum Programm und zum Festivalpass gibt es im Lauf der nächsten Wochen auf www.brechtfestival.de.