Augsburg feiert Brecht

13.02.2020 09:29 | Stadt Augsburg Kultur

Das Augsburger Brechtfestival 2020 findet vom heutigen 14. bis 23. Februar statt und bekommt unter der künstlerischen Leitung von Jürgen Kuttner und Tom Kühnel ein neues Gesicht. Die Stadt Augsburg ehrt mit dem 10-tägigen Festival einen der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Seine Stücke werden bis heute auf allen Kontinenten gespielt, seine Gedanken inspirieren noch immer weltweit.

Die Uraufführung von »Švejk / Schwejk« in der Regie von Armin Petras ist eine mehrsprachige Zusammenarbeit des Staatstheaters Augsburg mit den Städtischen Bühnen Prag und feiert im Rahmen des Brechtfestivals am 21.2. Premiere. Bildnachweis: Copyright © Jan-Pieter Fuhr

Nicht Brecht ist „immer noch aktuell“, sondern „die Zeiten sind wieder brechtischer geworden“ – das sagt der Berliner Regisseur, Radiomoderator und Kulturwissenschaftler Jürgen Kuttner, der mit seinem Kollegen Tom Kühnel die künstlerische Leitung des Brechtfestivals 2020 innehat und für das Programm verantwortlich ist.

Für die kommende Ausgabe lenken sie den Blick auf den wilden, lauten, „punkigen“ – und dabei nicht minder scharfsichtigen – Brecht und fordern von Künstler*innen wie Publikum Neugier und Mut zum Experiment.

Trotz aller Wildheit, Spektakel-Spaß und Marktschreierei: Auf inhaltlicher Ebene geht das Festival ganz im Geiste seines Namensgebers in die Tiefe. Mit teils selten gehörten Texten von Brecht und Heiner Müller – Gedichten, Lehrstücken, Hörspielen – legt es das Ohr auf die Gleise der Geschichte: lauschend, laut nachdenkend, Fragen stellend. Krieg und Kalter Krieg, Osten und Westen, Heute und Morgen, Theorie und Praxis – all das umkreist das Brechtfestival.

Viele Beiträge entstehen exklusiv für das zehntägige Festival. Neben der lokalen Kulturszene tauchen auch einige bekannte Namen im Programm auf: Martin Wuttke, Corinna Harfouch, Lars Eidinger, Maren Eggert, Milan Peschel.

Im popkulturellen Programm sind z.B. Bernadette La Hengst, Zugezogen Maskulin, Voodoo Jürgens, Fatoni, Gisbert zu Knyphausen und The Notwist zu erleben. (pm/pif)

www.brechtfestival.de