Bayerischer Städtetag zu Gast in Augsburg

11.07.2019 12:44 | Bürgerservice & Rathaus

Am 10. und 11. Juli tagt der Bayerische Städtetag in Augsburg. Die Digitalisierung ist das zentrale Thema des zweitägigen Treffens.

In Diskussionsforen und an Arbeitstischen setzen sich die Gäste des Bayerischen Städtetags im Kongress am Park mit dem Thema Digitalisierung auseinander. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg.

Unter dem Motto „digitale gesellschaft. digitale städte.“ tagt der Bayerische Städtetag zwei Tage lang im Kongress am Park in Augsburg. Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl erwartet als Vorsitzender des Bayerischen Städtetags und Gastgeber rund 330 Delegierte sowie Gäste aus der Europa, Bundes- und Landespolitik in Augsburg. Vertreten sind Stadtoberhäupter sowie Stadtratsmitglieder aus 287 Mitgliedsstädten und Mitgliedsgemeinden des Verbandsgremiums.

„Digitalisierung darf niemanden zurücklassen“

In Diskussionsforen und an Arbeitstischen setzen sich die Gäste des Bayerischen Städtetags mit dem Thema Digitalisierung in den Bereichen Rathaus, Schule, Mobilität sowie Gesundheit und Pflege auseinander.
„Eine gut ausgebaute Infrastruktur bei der Versorgung mit Breitband und leistungsfähigem Mobilfunk ist die Grundvoraussetzung, um Digitalisierung in Kommunen voranzutreiben“, sagt OB und Städtetagsvorsitzender Dr. Kurt Gribl. Er betont gleichzeitig, dass Städte und Gemeinden bereit sind, ihre Verwaltungen umzubauen, aber nicht um jeden Preis. „Bei aller Begeisterung für das technisch Machbare darf Digitalisierung keinen Menschen zurücklassen. Städte und Gemeinden erbringen Daseinsvorsorge für alle Menschen. Die Verlässlichkeit der Städte in der analogen Welt ist der Maßstab für den kommunalen Digitalisierungsprozess“, so OB Dr. Gribl.

Bayerische Kommunen setzen auf Schulterschluss mit dem Freistaat

Dieser Prozess müsse im engen Schulterschluss mit Bund und Freistaat erfolgen, fordert der Bayerische Städtetag. Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister der Stadt Fürth führte dazu aus: „Es braucht die staatliche Förderung von Digitalisierungsvorhaben, vor allem bei digitaler Schule oder Mobilitätsangeboten. Der Freistaat muss den Kommunen auch künftig Basisdienste für die elektronische Verwaltung dauerhaft ohne Betriebskosten zur Verfügung stellen. Nötig ist ein bayerisches Konzept für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes des Bundes.“

Ministerpräsident Dr. Markus Söder zu Gast

Zur Vollversammlung des Verbandsgremiums am Donnerstag, 11. Juli, wird auch der Bayerische Ministerpräsident, Dr. Markus Söder, und Professor Dr. Sami Haddadin, Direktor des Lehrstuhls für Robotik und Systemintelligenz an der Technischen Universität München erwartet. An der anschließenden Podiumsdiskussion nimmt u.a. auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sowie Judith Gerlach, Staatsministerin für Digitales teil. Unter www.staedtetag.blog sind Unterlagen zum Tagungsthema „digitale gesellschaft. digitale städte.“ zu finden. (erz)