Augsburgs Wehr und Zier. Die Stadtmauer

29.07.2019 11:54 | Kultur

Die neue Ausstellung im Grafischen Kabinett im Höhmannhaus läuft bis 6. Oktober. In der Sonderausstellung wird das frühere Aussehen der Stadtbefestigung mit Grafiken und Fotos umfangreich dokumentiert und damit das Bewusstsein zur Stadtmauer als Denkmal gefördert.

Der Oblatterwall, Aquarell, Heinrich Klonke, 1827; Bildnachweis: Kunstsammlungen und Museen Augsburg

Bis 1860 war die Augsburger Stadtmauer weitestgehend erhalten. Romantisch umgrenzte sie die Innenstadt von Augsburg mit ihren Toren und Türmen, dem tiefen Graben und der hohen Mauer und hielt ungebetene Besucher ab. Nachts wurden fast alle Durchgänge geschlossen, so dass niemand ohne Kontrolle die Stadt betreten konnte.

Ursprünge der Stadtmauer in der Römerzeit

Die Ursprünge der Stadtbefestigung gehen bis in die Römerzeit zurück und konnten archäologisch gesichert werden. Nach dem frühmittelalterlichen Schutz mit Graben und Palisade wurde seitdem 13. Jahrhundert ein mit Türmen, Toren und mehreren Gräben versehener Schutzwall erbaut. Wehrtechnisch immer wieder modernisiert, teilweise von Elias Holl mit weiteren Türmen versehen, stand die Stadtbefestigung bis 1866, als der bayerische König Ludwig II. die Festungseigenschaft der Stadt Augsburg aufhob. Danach wurden ein großer Teil der Tore und Mauern abgebrochen, die Gräben imSüden und Westen verfüllt.

Eine Turnusführung zur Sonderausstellung findet im Ausstellungszeitraum immer sonntags um 16 Uhr statt.

Augsburgs Wehr und Zier. Die Stadtmauer
27. Juli – 6. Oktober 2019
Grafisches Kabinett
Maximilianstraße 48
86150 Augsburg
Di–So 10–17 Uhr