Augsburg – ein Mekka für junge Raumfahrtforscher

23.11.2017 15:59 | Umwelt & Soziales

In Augsburg fand jetzt der Startschuss für ein dreiteiliges Interkulturelles Seminar der Gemeinschaft der Ariane-Städte (CVA) statt. Der zweite und dritte Teil des Seminars findet im März 2018 in Colleferro (Italien) und im Oktober 2018 in Vernon (Frankreich) statt.

Mit Enthusiasmus bei der Sache: SchülerInnen des Jakob-Fugger-Gymnasium bauten und programmierten einen Miniroboter für „Mondgestein“ und andere Gegenstände. Bild: Europabüro Augsburg

Mit der CVA will man gemeinsame Projekte im Bildungs- und Forschungsbereich fördern sowie eine Plattform für den Austausch von Jugendlichen, Studierenden und BürgerInnen der beteiligten Städte bilden. Dabei geht es vor allem um die Förderung des interkulturellen Verständnisses durch Projekte wie Summer Schools oder Seminare.

Die Seminare laufen insgesamt über eineinhalb Jahre und richten sich an SchülerInnen im Alter von 15 bis17 Jahren aus drei verschiedenen Ländern. Neben Sprachanimationen und interkultrurellen Workshops erhielten die 30 SchülerInnen (10 vom Augsburger Jakob-Fugger-Gymnasium, 10 aus Vernon und 10 aus Colleferro) unter dem Motto „Wie bitte geht’s zum Mond?“ im Rahmen des Seminars einen Einblick in die europäische Weltraumforschung. 

Mondlandschaft im Sandkastenformat  

Am Jakob-Fugger-Gymnasium bauten und programmierten die SchülerInnen kleine ferngesteuerte Fahrzeuge, die in einer nachgestellten „Mondlandschaft“ im Sandkastenformat „Mondgestein“ und andere Gegenstände transportierten. Einen spannenden Tag bot auch der Besuch an der Hochschule Augsburg im Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Durch die Projektvorstellung von HyCOMET – Hybrid Composite Experimentalträger – ein Fördervorhaben des DLR STERN Programms, gewannen die Jugendlichen einen Einblick in die Entwicklung eines Raketentriebwerks.

Darüber hinaus fand an der Hochschule ein Austausch mit den Studierenden zu den Studiengängen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik statt. Zwei weitere Höhepunkte waren die Besichtigung der Firma MT Aerospace sowie der Sternwarte in Diedorf.  

Das Interkulturelle Seminar wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk und der CVA finanziert. Lediglich ein geringer, eher symbolischer Beitrag zu Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung ist von den Teilnehmern selbst zu tragen. (pm/pif)