Augsburg bleibt "Fairtrade-Stadt"

22.11.2018 14:44 | Umwelt & Soziales

Die Stadt Augsburg fördert fairen Handel auf lokaler Ebene. Deshalb darf sie für weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen.

Fair gehandelter Kaffee im Weltladen – eines von vielen Geschäften in Augsburg, die faire Produkte im Sortiment haben. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Die Stadt Augsburg ist für weitere zwei Jahre „Fairtrade-Stadt“. Dies wurde ihr mit einer Urkunde des gemeinnützigen Vereins TransFair e.V. bestätigt. Vor acht Jahren erhielt Augsburg erstmals die Auszeichnung für ihr Engagement für fairen Handel.

„Es ist der richtige Weg, dass Augsburg dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört“, so OB Dr. Kurt Gribl, „deshalb setzen wir uns auch künftig dafür ein, dass fairer Handel auf lokaler Ebene gefördert wird.“

Auf Öko-soziale Kriterien wird geachtet

Einen wichtigen Beitrag leistet etwa das Büro für Nachhaltigkeit, das Seminare und Fortbildungen zur fairen und nachhaltigen kommunalen Beschaffung organisiert. Berufskleidung oder Grab- und Pflastersteinen –  beim Einkauf wird auf öko-soziale Kriterien geachtet. Auch der Kaffee, der bei Stadtratssitzungen ausgeschenkt wird, ist fair gehandelt. Fairer Handel sei nachhaltig in der Stadt verankert, freut sich Umweltreferent Reiner Erben: „Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten dabei eng für das gemeinsame Ziel zusammen.“

Fairtrade in Mode und Gastronomie steigt

Viele Geschäfte in Augsburg verkaufen fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Tee und Schokolade. Auch im Bereich Bekleidung sind zwei Neu-Eröffnungen zu vermelden. Die Anzahl der Gastronomiebetriebe, die fair-gehandelten Kaffee ausschenken ist auf über 30 Betriebe gestiegen. Im Weltladen vergrößert sich das Angebot ebenfalls stetig.

Auch Fairtrade-Städte in der Region

Ute Michalik, Initiatorin der Fairtrade-Stadt Augsburg über die Strahlkraft des Engagements: „Augsburg ist eine von über 560 Fairtrade-Towns in Deutschland. Wir haben in den zurückliegenden acht Jahren nicht nur vor Ort viel bewegt, sondern auch in der Region Impulse gesetzt. Dillingen, Bobingen und Stadtbergen sind ebenfalls Fairtrade-Städte geworden“, sagt sie. (pm/grr)  

Die 5 Grundlagen, um „Fairtrade-Stadt“ zu sein

  • Der Oberbürgermeister und der Stadtrat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest.
  • Eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten.
  • In Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten.
  • Die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit.
  • Die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.