Augsburg bekommt medizinisches Zentrum für Menschen mit Behinderung

09.08.2018 16:28 | Bildung & Wirtschaft

Das bayerische Kabinett hat die Umsetzung eines Konzeptes der Universität Augsburg beschlossen: das Interdisziplinäre medizinische Zentrum für Menschen mit Behinderung (IMZMB) kommt. Es soll Praxis und Forschung näher zusammenbringen, um Menschen mit Behinderung besser zu versorgen.

Das Klinikum Augsburg wird zur Universitätsklinik weiterentwickelt. Die hohe medizinische Versorgung für ganz Schwaben ist somit langfristig sichergestellt.

Übertragung von Wissenschaft in die Praxis

Das Konzept für das IMZMB wurde von der Universität entwickelt. Es wird in Forschung und Lehre der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg eingebunden werden. Die Umsetzung ist nun vom bayerischen Kabinett beschlossen.

Der interdisziplinäre Ansatz soll Strukturen schaffen, um medizinische Innovationen aus Forschung und unmittelbare Erfahrungen aus der Praxis schneller für die Versorgung von Menschen mit chronischen Einschränkungen und Behinderungen einzusetzen.

So können zukünftig wissenschaftliche Fragestellungen zu Diagnostik, Therapie und Behandlung von Patienten an der kommenden Uniklinik Augsburg schnell entwickelt und bearbeitet werden.

Ein Konzept mit Vorbild-Charakter

„Ein interdisziplinäres medizinisches Zentrum zur Versorgung von Menschen mit Behinderung hat eine Strahlkraft, die sich deutschlandweit und international entfalten kann,“ so Universitäts-Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel.

Enge Zusammenarbeit in interdisziplinärem Team

Kooperationen mit weiteren Lehrstühlen und Zentren der Universität sind angedacht, etwa mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG). Neben Ärzten aus unterschiedlichen medizinischen Fachdisziplinen arbeiten so auch Sozialpädagogen sowie Mitglieder von Pflegeberufen in interdisziplinären Teams zusammen. 

Kooperative Strukturen zwischen Forschung, Pflege und ärztlicher Praxis

Von großer Bedeutung sind außerdem vielfältige Kooperationsmöglichkeiten mit dem Krankenhaus Ursberg und dem Medizinischen Versorgungszentrum des Dominikus-Ringeisen-Werks in den Bereichen Forschung, Aus- und Weiterbildung. „Eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und praktisch tätigen Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegenden erhöht die Relevanz der Forschungsprojekte,“ erklärt die Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Martina Kadmon.

Die Finanzierung aus 1,5 Millionen Euro für den Aufbau und eine laufende jährliche Finanzierung von 1,6 Millionen Euro kommen vom Freistaat Bayern. (pm/gr)

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