Augsburg bekommt ein Staatstheater

18.05.2018 09:03 | Kultur

Die Medien haben es bereits berichtet, nun ist es offiziell: Das Theater Augsburg wird ein Staatstheater. Zu diesem Zweck wird am 1. September die Stiftung Staatstheater Augsburg gegründet. Das hat Bayerns Kulturministerin Dr. Marion Kiechle heute im Rathaus verkündet.

OB Dr. Kurt Gribl, Kunstministerin Prof. Dr. Marion Kiechle und Intendant André Bücker (v.l.) sehen der Zukunft des Augsburger Theaters mit Freude entgegen. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

„Neben den bereits beschlossenen Konzertsälen in München und Nürnberg werden wir ein drittes bayerisches Staatstheater in der Metropole Augsburg einrichten.“ – So der exakte Wortlaut in der Regierungserklärung der Bayerischen Staatsregierung vom 18. April. Geplant ist ein Stiftungsmodell, vergleichbar mit dem Nürnberger Staatstheater.
 

Staat und Stadt teilen sich die Kosten paritätisch

Zu diesem Zweck soll zum 1. September dieses Jahres die „Stiftung Staatstheater Augsburg“ gegründet werden. Damit kann das Theater Augsburg bereits mit dem Beginn der Spielzeit 2018/2019 in das Staatstheater überführt werden. Die Kosten für das Theater werden sich der Freistaat Bayern und die Stadt Augsburg künftig paritätisch teilen. Das Eckpunktepapier sieht vor, dass auch im Falle einer späteren Stiftungsgründung die Kosten bereits ab September 2018 geteilt werden. Der finanzielle Aufwand soll dabei nicht unter den Stand der aktuellen Spielzeit sinken. Die zusätzlichen Mittel aus München sollen der künstlerischen Qualität zugute kommen.
 

Mitarbeiter werden auf die Stiftung überführt

Die Mitarbeiter des Theaters werden ebenfalls von der Stadt Augsburg auf die Stiftung überführt. Sie behalten ihren tariflichen Status. Neu eingestellt Mitarbeiter werden in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder eingruppiert.
 

Liegenschaften bleiben bei der Stadt

Die Gebäude dagegen bleiben im Eigentum der Stadt Augsburg. Das gilt für das Theatergebäude selbst, das derzeit saniert wird, ebenso wie für den Neubau der Verwaltung und der Werkstätten. Der Bauunterhalt und kleine Baumaßnahmen werden künftig von der Stiftung getragen. Größere bauliche Investitionen trägt die Stadt mit maßgeblicher Beteiligung durch den Freistaat Bayern. (rs).