Auftakt zur Bürgerbeteiligung Haunstetten

17.05.2018 14:15 | Stadtentwicklung Haunstetten

Zum Start der beiden Beteiligungsprozesse hat die Stadt einen Informationsabend für alle interessierten Haunstetter und Augsburger Bürger veranstaltet. Rund 250 Besucher kamen in der alten TSV Turnhalle zusammen, um sich über das geplante Vorgehen und die Perspektiven für das Haunstetten von morgen zu informieren.

Die TSV-Turnhalle an der Landsberger Straße platzte beim Informationsabend aus allen Nähten. Rund 250 Interessierte waren gekommen. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Baureferent Gerd Merkle und sein Team aus dem Stadtplanungsamt nutzten den Abend, um den Bürgern zunächst Ausgangslage und Zeitplan für das sogenannte Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (kurz ISEK) und die Planungen für das neue Stadtquartier Haunstetten Südwest zu präsentieren. Durch die enge Verzahnung der Prozesse sollen das heutige und das Haunstetten von morgen zusammenwachsen, sodass künftig beide voneinander profitieren.
 

Stadt setzt gezielt auf die Mitwirkung der Bürger

Damit dies gelingt, setzt die Stadt gezielt auf die Mitwirkung der Bürger. Im Rahmen verschiedener Veranstaltungen sind sie in den nächsten Monaten immer wieder eingeladen, ihre Ideen für die Zukunft des Stadtteils einzubringen.

Der gesamte Bürgerdialog wird durch ein externes Moderationsteam begleitet, das bereits durch die Auftakt-Veranstaltung führte. Die Ergebnisse der Beteiligung werden in einen für 2019 angesetzten städtebaulichen Ideenwettbewerb einfließen.
 

Ergebnisse der Zukunftsdenker

Einen ersten Eindruck der möglichen Dimensionen erhielten die Besucher, als der Baureferent vom Besuch internationaler Experten aus den Bereichen Stadtplanung, Freiraum, Verkehr, Mobilität, Energie, Klima, Digitalisierung und Architektur berichtete. Diese waren Ende April zu einem Workshop nach Augsburg gekommen, um gemeinsam mögliche Visionen für den Stadtteil Haunstetten zu entwickeln. Ihre Ideen reichten einer möglichen Umgestaltung der alten B17 zum „Stadtboulevard“ über die Nutzung von Dächern zur Nahrungsmittelproduktion bis hin zur autofreien Mobilität im neuen Stadtquartier. Aus den Ergebnissen des Workshops definierten die Experten 12 „Spielregeln“, die als Diskussionsgrundlage für den weiteren Beteiligungsprozess dienen sollen.

Zum Abschluss der Veranstaltung bestand die Möglichkeit für individuelle Rückfragen und Anmerkungen. Darüber hinaus konnten die Besucher den Organisatoren ihre Wünsche und Anregungen für den ISEK-Prozess und das neue Plangebiet schriftlich mit auf den Weg geben. Im Juni wird der Dialogprozess mit einem Info-Abend zum ISEK und der ersten Bürgerwerkstatt „Haunstetten Südwest“ weitergeführt. (kso)