93 Mio. Euro in Schulsanierungen investiert

08.10.2018 15:20 | Bildung & Wirtschaft

Das Sanierungs- und Erneuerungsprogramm für die Augsburger Schulen ist ein langfristig angelegtes und umfassendes Projekt. Alleine im Jahr 2018 investiert die Stadt insgesamt rund 33 Millionen Euro in die Schulgebäude. Aktuell: das Peutinger-Gymnasium. Für die kommenden zwei Jahre sind weitere rund 60 Millionen Euro eingeplant.

Die Werner-Egk-Grundschule wurde in zwei Bauabschnitten saniert und für die Ganztagsbetreuung ausgebaut: von 2014-2016 fand der Neubau einer Einfachturnhalle für 3,3 Millionen Euro statt, von 2017-2018 kam eine neue Mensa für 2.9 Millionen Euro hinzu. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 die 70 Augsburger Schulgebäude in mehrfacher Hinsicht für die Zukunft zu rüsten: Durch bauliche und energetische Sanierung, durch die Verbesserung der Sicherheit (Brandschutz) sowie durch eine Anpassung an die vielfältigen Anforderungen einer zeitgemäßen Bildung.

Übersichtskarte "300 Millionen für unsere Schulen" - 1. Abschnitt von 2015-2020 des Bildungsförderprogramms der Stadt Augsburg

Die größten Einzelprojekte

Insgesamt investiert die Stadt Augsburg im laufenden Jahr rund 33 Millionen Euro in Sanierung und Ausbau ihrer 70 Schulgebäude. Zu den größten aktuellen Einzelprojekten gehören die Sanierung und Modernisierung des Rudolf-Diesel-Gymnasiums im 1. Bauabschnitt mit 13,9 Millionen Euro, der Gesamtinvest liegt hier voraussichtlich bei 44 Millionen Euro, die Brandschutzsanierung des Berufsschulzentrums mit 7,5 Millionen Euro und die Sanierung und Modernisierung der Hans-Adlhoch-Schule mit 8,9 Millionen Euro.

Neubau für Peutinger-Gymnasium am „Mozartturm“

Auch für den Neubau eines Interimsgebäudes für das Peutinger-Gymnasium wurde im Bildungsausschuss ein Beschluss gefasst. So soll in der Jesuitengasse direkt am „Mozartturm“ eine neues Schulgebäude entstehen. Während im Neubau Klassenzimmer und Aula geplant sind, sollen im historischen Mozartturm Lehrerzimmer und die Schulverwaltung unterkommen.

Die Dauer der Nutzung des Interimsgebäudes ist von der nötigen Erweiterung und Generalsanierung des Peutinger-Gymnasiums abhängig. Nach deren Abschluss könnte das Interimsgebäude von der St.-Georg-Schule und der Berufsschule IV genutzt werden.
Aktuell belegt das Peutinger-Gymnasium aus Platzmangel Räumlichkeiten in der alten Stadtbücherei. Diese stehen jedoch nur noch bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020 zur Verfügung. Die Suche nach Alternativen war bisher erfolglos, daher wurde nun die Lösung eines Neubaus aufgegriffen.

Investitionen im Lauf der Jahre mehr als verdoppelt

Zum Vergleich: Im Jahr 2003 hat wurden lediglich knapp 4 Millionen Euro in die Schulen investiert. In den Folgejahren bewegte sich die jährliche Investitionssumme meist um 15 Millionen Euro. Mit dem Auftakt zum Bildungsförderprogramm im Jahr 2015 hat sich dieser jährliche Betrag im Schnitt mehr als verdoppelt. Die größte Summe wurde 2016 verbaut – insgesamt rund 38,5 Millionen Euro.

Bildungsreferent Köhler: „Jede Baumaßnahme erfordert eine umfangreiche Vorarbeit“

„Allein diese Summen lassen erahnen, dass die uns zur Verfügung stehenden Mittel nicht – wie in der Vergangenheit – breit gestreut werden. Oft bekamen die einzelnen Schulen nicht mehr ab als den sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein. Stattdessen investieren wir nun gewaltige Beträge in die Schulgebäude mit dem größten Bedarf, um diese brandschutztechnisch und energetisch zu sanieren, aber gleichzeitig mit Ganztags-Räumen und moderner technischer Ausstattung rundum fit für die Zukunft zu machen“, so Bildungsreferent Hermann Köhler.

Gleichzeitig räumt Köhler bauliche Verzögerungen bei einigen Teilprojekten ein: „Jede Baumaßnahme erfordert eine umfangreiche Vorarbeit – von der Planung über das Genehmigungsverfahren und den Details der Finanzierung bis zur Beauftragung der Baufirmen ist es ein weiter und manchmal auch ein steiniger Weg. Das weiß jeder, der selbst schon einmal gebaut hat. Darüber hinaus stellt uns auch die insgesamt ja erfreulich gute Auftragslage vieler Baufirmen vor Terminschwierigkeiten, so dass sich manches Projekt durch Kapazitätsengpässe unvorhergesehen verzögert“, so der Bildungsreferent im Gespräch mit der städtischen Bürgerzeitung Augsburg Direkt, die an diesem Mittwoch, 10. Oktober, der Augsburger Allgemeinen beiliegt.

Weiter Maßnahmen:

  • 2,1 Mio. für neue Fachräume im Anna-Gymnasium

Am Freitag, 19. Oktober, werden zudem die umfassend sanierten und modernisierten naturwissenschaftlichen Fachräume im Gymnasium bei St. Anna eingeweiht. Rund 2,1 Millionen Euro hat die Stadt hier investiert.

  • Generalsanierung in der Luitpold-Grundschule

Bereits drei Tage zuvor, am Dienstag, 16. Oktober, ist der Auftakt zur Sanierung der Luitpold-Grundschule in Lechhausen. Hauptgebäude und Turnhalle werden nachhaltig saniert, das Hauptgebäude außerdem über einen Aufzug barrierefrei erschlossen. Durch den Dachgeschoss-Ausbau erhält die Schule zusätzlichen nutzbaren Raum. Im ersten Bauabschnitt bis 2019 werden rund 3,8 Millionen Euro investiert. Der zweite Bauabschnitt sieht dann einen Erweiterungsbau vor, der neben weiteren Unterrichtsräumen auch Platz für den schulischen Ganztag bieten wird.

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