Quelle: Wasserwirtschaftsamt Donauwörth

Wertach vital – zurück zum Ursprung

Seit 2000 wird an der Wertach gebaut. Mit dem Fokus auf Ökologie, Hochwasserschutz und Naherholung. Ein Projektabschnitt, von der Staustufe Inningen bis zum Ackermannwehr, konnte 2009 vollständig abgeschlossen werden und ist zu einem lebendigen, anziehenden Teil der Stadtlandschaft geworden. Auch viele Tierarten kehren in ihre alte Heimat zurück.

Die ursprüngliche Wertach – ein 150 Meter breiter, weitverzweigter Flusslauf. An dieses Bild erinnern nur noch alte Stadtpläne. Um das Flusstal bewirtschaften und die Siedlungen vor Hochwasser zu schützen, begradigten unsere Vorfahren vor 150 Jahren die Wertach und verkürzten ihren Flusslauf. Seitdem fließt die Wertach schneller und gräbt sich immer tiefer in ihr Flussbett.

Um dem entgegen zu wirken, hat das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth 1997 das Projekt Wertach vital ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, Fluss und Flussaue ökologisch auf Vordermann zu bringen, die Wertach für Naherholung aufzuwerten und das Umland vor Hochwasser zu schützen.

Von der Sohle bis zum Ufer

Der Spatenstich erfolgte am 20. Oktober 2000. Unterteilt in die drei Projektabschnitte Wertach vital I, II und III wurden seitdem zahlreiche Maßnahmen durchgeführt:

  • Sohlrampen zur Stützung der Flusssohle
  • Sohlsicherungsmaßnahmen mit Wasserbausteinen
  • Gewässeraufweitung mit natürlicher Entwicklung bis zu einer Sicherheitslinie
  • Abflachung der Uferböschungen
  • Sanierung, Erhöhung und Neubau von Deichen zum Schutz vor Hochwasser
  • Bau von Fischpässen am Ackermannwehr und an der Inninger Staustufe
  • Auwaldflutungen unterhalb der Staustufe Inningen zur Wiederanhebung des Grundwasserspiegels
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