Licca liber – der freie Lech. Quelle: S. Kerpf/Stadt Augsburg

Licca liber – der freie Lech

Ursprünglich schlängelte sich der Lech als voralpiner Wildfluss durch Augsburg und Umgebung – mit breitem Flussbett und ausladenden Kiesbänken. Von seinem ehemaligen Charakter ist nicht mehr viel übrig geblieben. „Licca liber“ soll dem Lech wieder seine Natürlichkeit zurückgeben.

Kanalisierungen, Staustufen und Begradigungen haben aus dem Lech den meist verbauten Fluss Bayerns gemacht – mit weitreichenden Folgen: Der Lech gräbt sich immer tiefer in sein Bett, Uferböschungen, Brücken und Staustufen werden instabil, viele Tier- und Pflanzenarten verschwinden.

Um den Lech wieder in einen besseren, naturnahen Zustand zu bringen, hat das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth 2013 das Projekt „Licca liber“ (der freie Lech) ins Leben gerufen. Konkrete Ziele sind:

  • Stabilisierung des Flussbetts
  • Stärkung der Ökosysteme in und am Lech
  • Verbesserung des Hochwasserschutzes
  • Schaffen von Erholungsräumen

Wie frei wird der Lech – transparenter Planungsprozess

Das Projekt „Licca liber“ wird zwischen der Staustufe 23 und der Mündung in die Donau realisiert. Im ersten von insgesamt vier Abschnitten ist der Flusslauf zwischen Staustufe 23 und Gersthofer Wehr an der Reihe. Bei den Planungen will das Wasserwirtschaftsamt Bürgerinnen und Bürger mitnehmen: Der „Flussdialog Licca liber“ umfasst Infoveranstaltungen, Workshops und Umfragen.

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