Pfandpflicht, Mehrweg- und Einwegflaschen

Prinzipiell unterscheidet man zwischen Mehrweg- und Einwegverpackungen. Wer die Umwelt schonen möchte, kauft seine Getränke am besten in Flaschen, die wiederverwendet werden.

Mehrwegflaschen kosten deshalb Pfand, weil die Abfüller daran interessiert sind, dass sie ihre Flaschen wieder erhalten, um sie reinigen und abfüllen zu können. Das schont die Umwelt, da nicht jede geleerte Flasche Abfall verursacht.

Einweggetränkeverpackungen werden einmal verwendet. Nach der Rücknahme wird nur das Material wieder aufbereitet, beispielsweise zu Kunststoffgranulat. Einweggetränkeverpackungen kosten 25 Cent Pfand, wenn sie mit bestimmten Getränken gefüllt sind – zum Beispiel mit Mineralwasser, Energy Drink, Bier oder Erfrischungsgetränke – und 0,1 bis 3,0 Liter Flüssigkeit beinhalten. Einwegflaschen sind eine stärkere Belastung für die Umwelt. Die Tatsache, dass für eine Einweggetränkeverpackung Pfand bezahlt wird, bedeutet nicht, dass diese Flasche nochmals verwendet wird! Ein Großteil wird geschreddert und zu Produkten verarbeitet, die nicht mehr in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen.

Es gibt Einweggetränkeverpackungen, die von der Pfandpflicht befreit sind, weil sie das Umweltbundesamt als ökologisch vorteilhaft eingestuft hat; dazu zählen Getränkekartonverpackungen, Getränke-Polyethylen-Schlauchbeutel-Verpackungen und Folien-Standbodenbeutel.


Beim Einkauf an die Umwelt denken: Helfen Sie mit, die Umwelt zu entlasten, und kaufen Sie Getränke in Mehrwegsystemen oder in ökologisch vorteilhaften Einwegverpackungen!


Rückgabe: wo?

  • Geschäfte mit weniger als 200 Quadratmeter Verkaufsfläche müssen nur die pfandpflichtigen Einweg-Getränkeverpackungen zurücknehmen, die sie auch im Sortiment haben.
  • Größere Geschäfte müssen alle pfandpflichtigen Getränkeverpackungen annehmen, die aus dem Material bestehen, das im Laden verkauft wird. Das heißt: Wer Getränke in pfandpflichtigen Kunststoff-Einweggetränkeverpackungen verkauft, muss alle pfandpflichtigen Einweggetränkeverpackungen aus Kunststoff zurücknehmen.

Anteil der ökologisch sinnvollsten Getränkeverpackungen sinkt :-(

Ökologisch betrachtet machen Mehrwegsysteme und ökologisch vorteilhafte Einweggetränkeverpackunge wie der Getränkekarton am meisten Sinn. Nach Informationen des Umweltbundesamtes (Studie „Verbrauch von Getränken in Einweg- und Mehrwegverpackungen”) sinkt der Anteil dieser Getränkeverpackungen.

Der Anteil von Mehrwegsystemen zusammen mit den ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen (auch „MövE“ genannt) ist in den Jahren 2004 bis 2009 von 71,1 Prozent auf den historischen Tiefstand von 51,8 Prozent gefallen! Gemäß den gesetzlichen Vorgaben in der Verpackungsverordnung ist ein Anteil von mindestens 80 Prozent vorgesehen. Bitte helfen Sie mit, die Umwelt zu schonen und den Anteil an ökologisch sinnvollsten Verpackungen wieder zu erhöhen.

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