Bodenschutz & Altlasten – was steckt im Boden?

In der Vergangenheit entstandene Verunreinigungen des Bodens können im Stadtgebiet nicht ausgeschlossen werden. Das Umweltamt gibt Auskunft über mögliche Altlasten und begleitet ggf. erforderliche Untersuchungen und Maßnahmen.

Das Bundesbodenschutzgesetz unterscheidet schädliche Bodenveränderung und Altlasten. Eine schädliche Bodenveränderung ist eine Beeinträchtigung der Bodenfunktion, die Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für den Einzelnen oder die Allgemeinheit herbeiführen kann.

Bei einer Altlast handelt es sich im Wesentlichen um stillgelegte Deponien, stillgelegte Industrieanlagen und um sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist, die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit hervorrufen.

Bei der Beseitigung von Altlasten im Stadtgebiet nimmt das Umweltamt Augsburg als Vollzugsbehörde für den Bodenschutz eine entscheidende Rolle ein: Es begleitet sämtliche Phasen einer Altlastenbeseitigung. Es veranlasst die notwendigen Untersuchungen, beurteilt den Grad der Verunreinigung und die zu wählenden Sanierungsverfahren, und überwacht die Sanierungsdurchführung.

Gesetzliche Grundlage bildet das Bundesbodenschutzgesetz sowie die davon abgeleiteten rechtlichen Bestimmungen, wie beispielsweise die Bundesbodenschutzverordnung oder das Bayerische Bodenschutzgesetz.

 

Wichtig zu wissen: Nach BayBodSchG sind die Verursacher, Grundstückseigentümer oder Inhaber der tatsächlichen Gewalt über ein Grundstück verpflichtet, konkrete Anhaltspunkte dafür, dass eine schädliche Bodenveränderung oder Altlast vorliegt, unverzüglich der Kreisverwaltungsbehörde mitzuteilen!

Näheres erfahren Sie in dem Merkblatt „Bodenschutzrecht in der Praxis, Gesetzliche Vorgaben und Umsetzung bei der Stadt Augsburg“.

Altlastenkataster: Grundstück mit Altlasten?

Die Stadt Augsburg führt ein Altlastenkataster. Ein Altlastenkataster beschreibt alle Grundstücke, von denen bekannt ist, dass dort mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist. Ob ein Grundstück in Augsburg bereits im Altlastkataster geführt wird oder eine Bodenverunreinigung aufgrund der früheren Nutzung nicht ausgeschlossen werden kann, erfahren Sie im Umweltamt der Stadt Augsburg. Die Auskunft kostet je nach Umfang ab 30 Euro. Zum Formular Altlastenauskunft.

Das Umweltamt pflegt das Altlastenkataster und koordiniert die Abstimmung mit den beteiligten Fachbehörden, städtischen Ämtern, Gutachtern und Verpflichteten.

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