Abfallvermeidung & Kreislaufwirtschaft

Besser als Abfälle fachgerecht zu entsorgen oder zu recyclen, ist es, Abfälle zu vermeiden.

Abfallvermeidung bedeutet nicht, dass man seine Lebensstandards herabsetzen muss; es erfordert lediglich ein Umdenken – in der Industrie und bei jedem Einzelnen von uns. 

Um Abfälle zu vermeiden, können Verbraucher auf langlebige Produkte zurückgreifen, Mehrwegsysteme nutzen und im Dienstleistungssektor Leasing oder Sharing berücksichtigen. Grundsätzlich lohnt sich die Überlegung, ob ein neues Produkt benötigt wird oder ob auch ein gebrauchtes die Anforderungen erfüllt. Auch eine Reparatur defekter Geräte kann Sinn machen.

Wer ein Produkt herstellt, kann bereits bei der Konzeption achten auf Punkte wie Langlebigkeit, Minimierung des Materialeinsatzes, Schadstofffreiheit und Recyclingfähigkeit.

Kreislaufwirtschaft

Als Kreislaufwirtschaft bezeichnet man die Vermeidung und die Verwertung von Abfällen. Rechtsgrundlage ist das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG).

  • Das KrWG stellt die Vermeidung von Abfällen an erste Stelle. Das macht Sinn, denn: Abfälle, die erst gar nicht entstehen, sparen große Mengen an Ressourcen und Energie.
  • An zweiter Stelle sieht das Gesetz die Vorbereitung zur Wiederverwendung vor, also die Verlängerung des Lebenszyklus von Produkten.
  • An dritter Stelle folgt das Recycling: Abfälle werden aufbereitet zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen, die den ursprünglichen oder einen anderen sinnvollen Zweck erfüllen.
  • Erst ab Stelle vier kommt im Gesetz die klassische Entsorgung von Abfällen; an der 4. Stelle die Verwertungsverfahren und erst an letzter Stelle die Beseitigungsverfahren.

Grundsätzlich hat die Maßnahme Vorrang, die den Schutz von Mensch und Umwelt gewährleistet – unter Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips. Das heißt: Belastungen und Schäden für Mensch und Umwelt sollen vermieden oder verringert werden. Auch das Prinzip der Nachhaltigkeit wird berücksichtigt: Die Stabilität und Regenerationsfähigkeit der Umwelt stehen im Vordergrund.

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