Baumfällungen am Herrenbach – Maßnahme für den Hochwasserschutz

Zwischen Friedberger- und Reichenberger Straße mussten leider einige größere Bäume gefällt werden.

Die Fällarbeiten wurden vom Tiefbauamt und dem Amt für Grünordnung durchgeführt und dauerten etwa eine Woche.

Im Herbst 2018 und 2019 sind voraussichtlich weitere Fällungen nötig. Für jeden gefällten Baum werden mindestens drei neue gepflanzt.

 

Aktuell: Sperrzone am Herrenbach und Badeverbot aufgehoben

Baumfällungen der ersten Tranche sind abgeschlossen

Auf der Grundlage einer städtischen Allgemeinverfügung ist die Sperrzone entlang des Herrenbachs zwischen der Friedberger- und der Reichenberger Straße ab sofort aufgehoben. Auch das Badeverbot für den Abschnitt im Hauptstadtbach besteht nicht mehr.

Mit dem Abschluss der Baumfällungen der ersten Tranche kann das Gelände entlang des Herrenbachs wieder ungehindert betreten werden. Die Sperrzone ist ab sofort aufgehoben.

Da der Herrenbach für die Dauer der Arbeiten bis auf eine Restwassermenge abgelassen werden musste, wurde er am Abzweig Höhe Friedbergerstraße/Alter Heuweg abgeriegelt. Nachdem die Schützentafel dort wieder geöffnet wurde, ist auch das Badeverbot im Hauptstadtbach („Eiskanal“) ab sofort aufgehoben. Die Stadt teilt dies per Allgemeinverfügung mit, die im Verwaltungsgebäude I (Rathausplatz 1) und im Verwaltungsgebäude II (Fischmarkt) aushängt.

 

Überflutungsgefahr durch umstürzende Bäume

Sollte ein Baum z.B. bei einem Sturm umfallen, könnten sein Wurzelteller ein Loch in den Damm reißen. Bis zu 30.000.000 Liter Wasser könnten dann ins dahinterliegende Wohngebiet und die Kleingartenanlage fließen. Das hätte schlimme Folgen für Gebäude und Bewohner.

Ablassen des Wassers bei Sturm wäre nicht schnell genug!

Am Pfingstwochenende wurde bereits ein Ablassen bei Sturmwarnung getestet. Das Ergebnis: Ein rechtzeitiges Ablassen des Gewässers bei Sturm ist nicht möglich. Deshalb führt leider kein Weg daran vorbei, die Bäume zu fällen.

 
 

Ausführlich – FAQs

Warum müssen die Bäume gefällt werden?

Die Fällarbeiten sind erforderlich, weil die Bäume auf dem Damm direkt am Wasser stehen. Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth verweise auf eine DIN und sieht die Gefahr eines sturmbedingten Baumsturzes. Im Sturmfall könnte der Wurzelteller eines Baumes ein großes Loch in die Uferwand reißen. 30.000 Kubikmeter Wasser würden dann in das dahinter liegende Wohngebiet im Herrenbach oder in die Kleingartenanlage fließen. Das hätte schlimme Folgen für Bewohner und Gebäude.

Eine schnellstmögliche Fällung ist also bedauerlicherweise nicht zu vermeiden.

Gibt es Ersatzpflanzungen?

Ja! Als Ersatz für die insgesamt 96 zu fällenden Bäume werden 357 neue Bäume gepflanzt – in der Grünanlage Herrenbach, im ganzen Stadtteil Herrenbach, im Textilviertel und im Stadtwald. Die Grünanlage rund um den Herrenbach mit ihrem 18 bis 20 Meter hohen Baumbestand bleibt selbstverständlich bestehen.

Bei den Ersatzpflanzungen handelt sich ausschließlich um Ersatzbäume für die erfolgenden Fällungen.

Welche Alternativen wurden geprüft?

Ursprünglich war geplant, die Bäume erst zu den Herbstablässen des Herrenbachs zu fällen. Bis dahin sollte bei Sturmwarnung ein vorsorglicher Ablass des Wassers organisiert werden. Dieses Krisenmanagement stellte sich bei einem ersten Testfall am Pfingstwochenende leider als nicht praktikabel heraus. Der Wasserablass erfolgte nach Veröffentlichung der Sturmwarnung mit einer deutlichen Zeitverzögerung. Im Notfall wäre die Zeit zu knapp, um Sach- und Personenschäden zu vermeiden.

Auch die Errichtung einer temporären Hochwasserschutzwand und mobile Absperrsysteme wurden gemeinsam mit dem THW und dem Amt für Brand- und Katastrophenschutz geprüft. Im Ergebnis war festzustellen, dass an der zeitnahen Entfernung der Bäume, die unmittelbar auf der Uferwand des Herrenbachs stehen, als letzte verbleibende Möglichkeit kein Weg vorbeiführt.

„Die von meinen Fachbehörden und mir in den zurückliegenden Monaten eingebrachten Alternativen sind eingehend geprüft worden. Diese Baumfällaktion, die uns allen nicht gefällt, ist eine Frage der Verantwortung für die Menschen, die in diesem Stadtteil leben. Das Vorgehen ist daher in der gesamten Stadtspitze abgestimmt“, so Umweltreferent Reiner Erben.

Warum wird nicht erst im Herbst gefällt?

Ursprünglich war geplant, die Bäume erst zu den Herbstablässen des Herrenbachs zu fällen, da aktuell im Regelfall aus Naturschutzgründen keine Fällungen durchgeführt werden. Das ursprünglich geplante Krisenmanagement, bis Herbst bei Sturmwarnungen das Wasser abzulassen, stellte sich bei einem ersten Testfall am Pfingstwochenende leider als nicht praktikabel heraus: Der Wasserablass erfolgte nach Veröffentlichung der Sturmwarnung mit einer deutlichen Zeitverzögerung. Im Notfall wäre die Zeit zu knapp, um Sach- und Personenschäden zu vermeiden!  

Die Fällarbeiten sind zwingend erforderlich, weil sich der Baumaufwuchs auf dem Deich direkt am Gewässer befindet. Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth verweist auf eine DIN und sieht die Gefahr eines sturmbedingten Baumsturzes: Im Sturmfall könnte der Wurzelteller eines Baumes ein klaffendes Loch in die Uferwandung reißen. Dies hätte zur Folge, dass etwa 30.000.000 Liter Wasser in das dahinterliegende Wohngebiet im Herrenbach oder in die Kleingartenanlage strömen würden. 

Bei der Höheren Naturschutzbehörde wurde eine naturschutzrechtliche Befreiung beantragt. Darüber wurden auch die Mitglieder des Umweltausschusses und des Naturschutzbeirats informiert. Die Höhere Naturschutzbehörde hat die Genehmigung erteilt.

Auf die Belange des Artenschutzes und Naturschutzes wird höchste Rücksichtig genommen, Mitarbeiter kümmern sich vor Ort um Vogelnester und andere Tiere, die in den Bäumen leben.

Informationsveranstaltung Baumfällungen Herrenbach: An Montag, 28. Mai 2018, hat die Stadt Augsburg Anwohner und interessierte Bürger vor Ort über die Fällungen informiert.
Im Herrenbach wurden Anwohnerschreiben verteilt.

 
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