Luftbild Campus Uniklinik Augsburg. Visualisierung: Nickl & Partner Architekten

Der neue Unicampus

Lehre und Forschung an der zukünftigen Uniklinik brauchen Raum, entsprechend des geplanten Konzepts von enger Verzahnung von Theorie und Praxis, möglichst in unmittelbarer Nähe der Patienten.

Der Stadtrat stimmte deshalb Ende September 2016 dem Bebauungsplan Nr. 300 „Universität Augsburg – Medizinische Fakultät“ zu, der die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die geplante Ansiedlung des Universitätscampus auf dem Klinik nahen Areal westlich der Virchowstraße schafft. In Kriegshaber entsteht damit ein neues Quartier in unmittelbarer Nähe zur zukünftigen Uniklinik mit hochwertiger Bebauung für 1500 Studenten und mehrere hundert Mitarbeiter. Der neue Unicampus mit einer Größe von 13,5 Hektar soll in einem Zeitraum von mehreren Jahren oder Jahrzehnten realisiert werden.

Die Universität und das Staatliche Bauamt Augsburg sind bereits mit den Planungen der ersten Gebäude befasst, für die im Doppelhaushalt 2017/2018 des Freistaats entsprechende Mittel veranschlagt sind:

  • Ein Lehrgebäude mit Hörsälen und Seminarräumen, in dem auch die Medizinische Bibliothek sowie die Fakultätsverwaltung und das Department of Medical Education Augsburg, das den Studiengang koordiniert und für die Qualitätssicherung in der Lehre zuständig ist, untergebracht sind.
  • Ein Forschungsgebäude für das Institut für Theoretische Medizin, welches einerseits die klassischen Fächer der Vorklinik Raum bietet, daneben aber auch Flächen für klinisch-theoretische und klinische Forschung vorsieht, um damit die Möglichkeit zur kooperativen Forschung zu eröffnen.
  • Darüber hinaus finden Planungen für die Errichtung eines Zentrums für Integrierte Translationale Forschung statt.

Als Baubeginn für die ersten Gebäude, bei denen es sich um das Lehrgebäude und das Institut für Theoretische Medizin handeln wird, wird das Jahr 2018 angestrebt.

Gebäude gruppieren sich um einen Hauptplatz

Gemäß der städtebaulichen Leitidee gruppieren sich die ersten sieben Gebäude der medizinischen Fakultät um einen zentralen Hauptplatz. Mit einer von Norden nach Süden/Westen abgestuften Bebauung mit maximal bis zu acht Stockwerken reagiert die erste Keimzelle der Bebauung auf das markante 16-stöckige Hauptgebäude der zukünftigen Uniklinik und der auf Stadtberger Flur angrenzenden Wohnbebauung. Erste Möglichkeiten zur Erweiterung gibt es im Südosten des Planareals.

Um das Gelände zu beleben, soll auch Raum für Läden, Gastronomie, Sporteinrichtungen oder eine Kindertagesstätte zur Verfügung stehen. Im weiteren Verfahren wird zudem noch ein eigenes Konzept zur Grünordnung der Flächen im Campus selbst sowie der Einbettung in die bestehenden Grünflächen des jetzigen Klinikums erarbeitet.

Campus bleibt autofrei

Die verkehrliche Erschließung erfolgt im Wesentlichen über die Virchowstraße. Ergänzend ist entlang der Südgrenze des Planungsgebietes eine Stichstraße zur weiteren Erschließung geplant. Parkraum ist auf den Flächen des derzeitigen Mitarbeiterparkplatzes westlich der Virchowstraße sowie auf den südöstlichen Erweiterungsflächen vorgesehen.

Der Campus selbst soll jedoch weitgehend autofrei bleiben. Infrastruktur für Fußgänger und Radler wird besondere Bedeutung beigemessen. Angedacht ist, eine eigene Straßenbahnhaltestelle einzurichten. Auch eine Wendeschleife für die neue Linie 5, die in Kürze eigens planfestgestellt wird, ist im Kreuzungsbereich von Stenglin-/Virchowstraße eingeplant.

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