Weiterhin Kümmerer in städtischen Flüchtlingsunterkünften

05.10.2017 11:26 | Kategorie: Asyl

Seit 2015 hat die Stadt rund 40 dezentrale Unterkünfte für Flüchtlinge geschaffen, in denen 1100 Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge leben. In diesen Häusern stellen die Wohlfahrtsverbände AWO, Diakonie, Caritas-Kreisverband und SKM die Hausverwaltungen. Über eine vom Freistaat Bayern finanzierte „Kümmerer-Pauschale“ unterstützt die Stadt die Verbände hierbei. Diese Pauschale, die nach bisheriger Planung zum 31. Dezember 2017 auslaufen sollte, wird nach Mitteilung aus dem bayerischen Sozialministerium nun um ein Jahr verlängert.


Bürgermeister und Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer ist erleichtert: „Die Kümmerer sind unverzichtbares Bindeglied zwischen Flüchtlingen in der Unterkunft, Verwaltung und Helferkreisen. Durch sie haben auch Nachbarn einen Ansprechpartner. Die Verbände leisten bei der Ausübung dieser Aufgabe gute Arbeit.“

Seiner Einschätzung nach ist die Verlängerung um nur ein Jahr jedoch nicht ausreichend, da kaum zu erwarten ist, dass bis Ende 2018 alle Bewohner ausgezogen sind: „Wir haben derzeit und auf absehbare Zeit noch Familiennachzüge. Diese werden zum Teil in die Unterkünfte ziehen müssen, denn es ist für Flüchtlinge schwer, auf dem angespannten Wohnungsmarkt in Augsburg fündig zu werden. So lange die Stadt Flüchtlingsunterkünfte betreibt, muss aber auch die Betreuung und Verwaltung gesichert sein. Hier ist der Freistaat dauerhaft gefordert, in dessen Auftrag die Stadt diese Aufgabe leistet“, so Bürgermeister Dr. Kiefer. (pm)




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