Dezentrale Unterkünfte in Augsburg. Foto: Siegfried Kerpf/Stadt Augsburg

Ich biete Wohnraum – Häuser gesucht

Asylsuchende werden in Augsburg auch dezentral untergebracht. Das heißt: Die Stadt Augsburg mietet im Auftrag der Regierung von Schwaben Immobilien an. Wer ein Objekt anzubieten hat, kann sich mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzen.

Ideal sind leerstehende Häuser, die dann entsprechend eingerichtet werden. 40 bis 90 Personen sollten Platz haben. Bestimmte Kriterien müssen erfüllt sein.

  • Die Immobilie muss im Stadtgebiet Augsburg liegen. 
  • Die Immobilie soll nicht vermietet sein.
  • Was die Innenausstattung betrifft, gibt es Mindeststandards, die einzuhalten sind.

Mindeststandards für dezentrale Unterkünfte

  • Es gibt ein Bad und ein WC (jeweils ein Bad und ein WC für 10 Personen).
  • Es gibt eine Küche und einen Backherd mit vier Platten.
  • Ein Starkstromanschluss ist vorhanden und ausreichend gesichert.
  • Die Immobilie verfügt über einen Waschmaschinenanschluss und die Möglichkeit, Wäsche zum Trocknen aufzuhängen.
  • Es gibt eine Zentralheizung, keine Einzelöfen; alle Räume sind beheizbar.
  • Rollläden oder andere Verdunklungsmöglichkeiten sind vorhanden (Vorhänge oder Ähnliches).
  • Ein Internetanschluss und ein Kabelanschluss oder eine Schüssel sind nicht zwingend erforderlich, erhöhen aber die Wohnqualität.

Ob das Objekt in Frage kommt, klärt der Fachbereich Wohnen und Unterbringung bei einem Besichtigungstermin. Auch die Lage wird beurteilt. Gegebenenfalls führt der Fachbereich weitere Gespräche mit dem Vermieter. Die letztendliche Entscheidung, ob das Objekt angemietet wird, trifft das Sozialreferat.

Fragen oder Genehmigungen zu eventuell erforderlichen Nutzungsänderungen, zum Brandschutz oder zur Müllentsorgung kann der Fachbereich Wohnen und Unterbringung nicht klären. Ansprechpartner sind die zuständigen Ämter. Zum Verwaltungswegweiser der Stadt Augsburg.

Was die Stadt NICHT möchte ...

  • Die Stadt wird nicht darauf hinwirken, dass Objekte entmietet werden, um diese als Unterkünfte für Asylsuchende anzubieten.
  • Derzeit werden keine Wohnungen in Wohnanlagen, Zimmer in WGs, Reihenhäuser, Doppelhaushälften oder Pensionszimmer als dezentrale Unterkünfte angemietet.
    Für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge könnten die Objekte allerdings in Frage kommen, siehe unten, „Sonderfall: unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“.

An wen kann ich mich wenden?

Wer eine passende Immobilie anzubieten hat, kann sich mit dem Fachbereich Wohnen und Unterbringung im Sozialreferat in Verbindung setzen. Ansprechpartner ist Rudolf Leo, 0821 324-2187, rudolf.leo(at)augsburg.de. Am besten schicken Sie Herrn Leo eine E-Mail mit genauer Ortsangabe und Beschreibung des Objekts. Vielen Dank!

Wer bezahlt die Miete?

Der Mietvertrag wird mit der Stadt Augsburg abgeschlossen, vertreten durch den Sozialreferenten und Bürgermeister Dr. Kiefer. Die Miete wird der Stadt Augsburg von der Regierung von Schwaben erstattet.

 

Sonderfall: Wohnraum für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Asylsuchende, die jünger als 18 Jahre sind und ohne Begleitung ihrer Eltern aufgegriffen werden, stehen unter besonderem Schutz. Sie werden in Einrichtungen der Jugendhilfe untergebracht. Wer eine leerstehende Immobilie zu vermieten hat, kann sich mit dem  Amt für Kinder, Jugend und Familie in Verbindung setzen. Angebote bitte per E-Mail an jugendhilfeplanung.akjf(at)augsburg.de, mit Grundriss und Mietkostenvorstellung. Es können alle Immobilien – auch Wohnungen – angeboten werden.

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