Jede Menge Arbeit rund ums Wasser

Wasser- und Brückenbau – das ist das Spezialgebiet von Markus Haller, Abteilungsleiter im Tiefbaumt Jetzt, wo sich die Stadt Augsburg mit dem Thema „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg“ um den Titel UNESCO-Welterbe bewirbt, rückt Hallers Betätigungsfeld natürlich in den Vordergrund. Begünstigt durch die Lage zwischen Lech und Wertach ist Augsburg reich an Wasser. Bis in die Gegenwart ist es die Hauptenergiequelle und damit ein wichtiger Standortfaktor. Die gesamte Entwicklung der Stadt ist bis heute von diesen Voraussetzungen geprägt.

„Wir halten die Bachläufe in Stand und reparieren die dazugehörigen Bauwerke wie den Hochablass, die Ufermauern und Schleusenanlagen“, erklärt Haller. Die technischen Einrichtungen müssen rund um die Uhr gewartet und bedient werden. Gräben und Deiche werden gemäht, Brücken erneuert und Uferwände betoniert. Umgestürzte Bäume müssen entsorgt werden, etwaige Biberdämme abgetragen und nach Hochwässern die Ufer an Lech und Wertach kontrollieren und reparieren werden.

Früher sind ganze Lastwagen-Ladungen an Abfällen in den Gewässern gelandet

Zu Anfang jedes Jahres werden drei Zeitfenster zu je zwei Wochen vom Tiefbauamt für die Ablässe der Augsburger Bäche festgelegt und öffentlich bekannt gemacht. In dieser Zeit werden von den Schleusenwärtern die Wasserstände kontrolliert abgesenkt. Die Wasserstände sind einerseits so niedrig zu halten, dass Bauarbeiten sinnvoll möglich sind, andererseits darf der Tierschutz nicht gefährdet werden. Auch Unrat kann so beseitigt werden. „Früher sind ganze Lastwagen-Ladungen an Abfällen in den Gewässern gelandet“, erzählt Markus Haller. Heute landet der Müll früher oder später an einem der Rechen der Kraftwerke. Was schwerer ist, kommt bei der jährlichen Bachabkehr ans Tageslicht – oder wird vorher schon von Tauchern der Feuerwehr herausgeholt. Von großen Fließgewässern wie dem Lech und der Wertach, schließt Haller, gehen trotz aller Maßnahmen immer Gefahren aus: „Wir versuchen unser Möglichstes für die Sicherheit der Stadt zu tun, aber es wäre vermessen zu behaupten alles beherrschen zu können“.

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