Augustusbrunnen am Rathausplatz. Quelle: S. Kerpf/Stadt Augsburg

Augsburgs historische Wasserwirtschaft: UNESCO-Welterbe?

Augsburg gilt als historisches "Silicon Valley der Wassertechnologie". Mit Denkmälern aus einem halben Jahrtausend will die Stadt UNESCO-Welterbe werden.

Von den Römern bis heute: Augsburgs Leben um und mit dem Wasser hat eine lange und einmalige Geschichte. Die Zeitzeugen sind zahlreich: das Wasserwerk am Hochablass, die Prachtbrunnen und Wassertürme in der Innenstadt, die Kanäle im Lechviertel, der noch sichtbare Graben der Römer im Südwesten oder die vielen Handschriften, Stiche und Malereien in Augsburgs Museen.

Deutschland hat den zahlreichen Zeitzeugen bereits Welterbe-Niveau bescheinigt: „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg“ steht auf Platz drei der deutschen Vorschlagsliste. Die Bewerbung wird 2017 eingereicht; mit einer Entscheidung ist frühestens 2019 zu rechnen.

Möglicherweise schon seit rund tausend Jahren leiteten die Augsburger vom Hochablass Lechwasser in die Antriebskanäle der Stadt. Foto: S. Kerpf/Stadt Augsburg
Möglicherweise schon seit rund 1000 Jahren leiteten die Augsburger vom Hochablass Lechwasser in die Antriebskanäle der Stadt. Foto: Siegfried Kerpf/Stadt Augsburg
Touristenmagnet und Technikwunder aus vergangenen Zeiten: Der Wasserturm am Roten Tor. Foto: Siegfried Kerpf/Stadt Augsburg
Touristenmagnet und Technikwunder aus vergangenen Zeiten: Der Wasserturm am Roten Tor. Foto: Siegfried Kerpf/Stadt Augsburg

Die Interessenbekundung zum UNESCO-Welterbe wird seit 2011 federführend vom Kulturreferat der Stadt organisiert. Verfasst und betreut hat sie Martin Kluger, Leiter des context verlags Augsburg. Beratung bekam er dabei von Fachleuten aus der Denkmalpflege, dem Hochbau- und Tiefbauamt sowie den Stadtwerken Augsburg.

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