Zukunft der Theaterlandschaft
Newsletter vom 30. November 2015

„Fest steht jedenfalls, dass im Beteiligungsprozess – vorausgesetzt, die Regierung nimmt die Ergebnisse ernst – eine Riesenchance für Augsburg liegt. Nutzt die Stadt die vielen Kompetenzen und lassen sich die Kritiker auf Kompromisse ein, könnte ein revolutionäres Theater-Gesamtpaket entstehen.“
David Libossek, Stadtzeitung
  

Liebe Workshop-Teilnehmer und Interessierte,

mit dem Newsletter zur Bürgerbeteiligung „Zukunft der Theaterlandschaft Augsburg“ möchten wir Sie künftig regelmäßig informieren. Wir laden Sie an dieser Stelle auch nochmals herzlich ein, im Rahmen der Bürgerbeteiligung Ihre Augsburger Theaterlandschaft weiter aktiv mitzugestalten. Phase II beginnt im Januar 2016. Der nächste Workshop dazu ist am 23.01.2016. Die Bürgerbeteiligung endet voraussichtlich im März 2016. Dann werden die Ergebnisse dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt, um in der Bauplanung des Theater Augsburg berücksichtigt zu werden.
   

Kommende öffentliche Termine zum Prozess

Führungen durch das Theater
Montag, 07.12.15, 19:00 Uhr / Samstag, 19.12.15, 15:00 Uhr
Damit Sie sich als Bürger selbst ein Bild vom Zustand des Theaters machen können, führen die Theaterleute regelmäßig durch das Große Haus, Probebühnen, Werkstätten, etc. und geben Ihnen so die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Theaters zu werfen. Diese Führungen werden zweimal im Monat, jeweils montags und samstags, angeboten. Karten für die Führungen sind kostenlos beim Besucherservice des Theaters erhältlich (Telefon 0821 324-4900). Treffpunkt für alle Führungen ist der Seiteneingang des Großen Hauses an der Volkhartstraße (Pforte Großes Haus).

Sitzungstermin des Kulturausschusses
Dienstag, 8.12.15, 14:00 Uhr
Der Werkausschuss für den Eigenbetrieb „Theater Augsburg“ beginnt mit dem öffentlichen Teil. Dieser sieht folgenden Punkt vor: „Schriftlicher Bericht zum Sachstand der Umsetzung des Kommunikationskonzeptes zur Theatersanierung“. Im darauffolgenden nicht-öffentlichen Teil werden u.a. die Vertragsverhandlungen von André Bücker und Christian-Friedrich Meyer vorberaten und dann am 17. Dezember zur abschließenden Abstimmung dem Stadtrat vorgelegt.

Fokusgespräche und Workshops
Freitag, 22.01.16 und Samstag, 23.01.16
Nach Phase I, die im November stattfand, folgt im Januar 2016 Phase II:

Freitag, 22. Januar
„Vielfalt und Vernetzung: Einzelgespräche mit den Fokusgruppen Schule, Stadtteile, Migranten, Flüchtlinge und überregionale Vernetzung.“ 
In den Workshops mit Fokusgruppen werden zielgruppenspezifische Erwartungen, Wünsche und Bedarfe abgefragt. Wir möchten wissen, wie sich Schüler eine zukünftige Theaterlandschaft vorstellen oder wie beispielsweise Migranten und Flüchtlinge stärker in die Kulturproduktionen eingebunden werden können. Ebenso sind wir neugierig, welche Rolle die Stadtteile mit ihren Potentialen zukünftig in der Theaterlandschaft einnehmen können. Die Fokusgruppen werden im Vorfeld von den Moderatoren gezielt eingeladen und diskutieren im Laufe des Tages nichtöffentlich.
Ab 19:30 Uhr ist jeder eingeladen, der Ergebnis-Präsentation der Fokusgruppen beizuwohnen. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

Samstag, 23. Januar, 9:30 Uhr im Großen Foyer des Theater Augsburg
„Das Theater und sein Quartier. Wie soll und kann sich das urbane Umfeld des Stadttheaters zukünftig entwickeln? – Nutzungsmöglichkeiten und Entwicklungschancen.“
Wie kann das Theater nach der Sanierung besser mit dem angrenzenden Umfeld des Quartiers verbunden werden? Wie können sich die bisher geäußerten Erwartungen an Offenheit, Transparenz und Durchlässigkeit des Theaters in dem Prozess der Sanierung sowie der folgenden Nutzung niederschlagen? Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre Erwartungen und Wünsche an die zukünftige Nutzung des Theaterquartiers mit seinen Umfeldangeboten zu äußern.
Um 16:00 Uhr werden die Ergebnisse im Foyer des Theater Augsburg öffentlich präsentiert und diskutiert.

Um eine Anmeldung zu den Ganztages-Workshops am Samstag im Theater Augsburg wird unter kek@augsburg.de gebeten.
  

Finanzierungskonzept zur Theatersanierung

Die letzten wesentlichen Baumaßnahmen am Theater Augsburg liegen über 60 Jahre zurück: Es besteht erheblicher Sanierungsbedarf, ohne den es für das Große Haus nicht weiter gehen würde. Argumente für die Sanierung des Theaters gibt es viele: Zum einen gilt das Theater als kulturtouristisches Zentrum für Besucher und Bürger, zum anderen sorgt es dafür, dass sich innovative und wissensintensive Branchen mit hochqualifizierten Fachkräften ansiedeln. Kurz: Die Entscheidung für ein Stadttheater steht für die kulturelle und wirtschaftliche Weiterentwicklung der Stadt Augsburg. Auch wäre eine Absage an eine Sanierung ähnlich teuer wie die Sanierung selbst, da die Stadt verpflichtet ist das Theater als Einzeldenkmal zu erhalten. Das ist gesetzlich vorgeschrieben.

Mit einer Höchstförderung von 107 Millionen Euro unterstützt der Freistaat Bayern die Sanierung des Augsburger Stadttheaters und das hat die Stadt Augsburg seit dem 24. November in Form des Kultur- und Bildungsförderprogramms schriftlich (hier die Meldung). Der Eigenanteil der Stadt beträgt nach aktueller Berechnung 90,98 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Interimsphase und die Archäologie.

Im Finanzausschuss am 20.10.15 wurde das Finanzierungskonzept für die Theatersanierung vorgestellt: Es ist vorgesehen, dass bis 2039 der städtische Anteil mit jährlich 3,85 Millionen Euro abbezahlt wird. Am 17. November entschied der Stadtrat im Rahmen des Nachtragshaushalts 2015 über das Finanzierungskonzept. Die Unterlagen zum Finanzausschuss finden Sie hier zum Nachlesen und Runterladen. Weitere Kostenaufstellungen und Planübersichten zur Sanierung des Theaters Augsburg finden Sie hier.

#fragEvaWeber:
Bürgermeisterin Eva Weber erklärt die Finanzierung der Theatersanierung in 5 kurzen Videos.
  

Unsere Arbeitsgruppen

Um die Transparenz des Verfahrens in Hinblick auf die Theatersanierung und dem Bürgerbeteiligungsprozess sowie die ausgewogene Besetzung zu gewährleisten, wurden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, die den Prozess begleiten.

Lenkungsgruppe Theatersanierung: Um die Planungen und das Gesamtprojekt Theatersanierung zu steuern und zu koordinieren, wurde eine referatsübergreifende Lenkungsgruppe eingerichtet – mit Mitgliedern des Kulturreferats, des Baureferates, des Referats OB, dem Theater Augsburg, dem beauftragten Architekten sowie den Vorsitzenden des Kulturausschusses und des Bau- und Konversionsausschusses. Mehr 

Arbeitsgruppe Kommunikation: Die Arbeitsgruppe Kommunikation wurde aufgrund des Stadtratsbeschluss (Grundsatzbeschluss im Juli 2015) gegründet und widmet sich der Planung und Konzeption einer transparenten Kommunikation zur Theatersanierung an die Öffentlichkeit. Mehr

Bürgerbeteiligungsbeirat: Durch das Moderatorentrio wurde die Einrichtung eines Beirats zur Begleitung der Umsetzung der Ergebnisse des Beteiligungsprozesses beschlossen. Bis zur Bestätigung des neu gewählten Kulturbeirats, übernimmt die Funktion des Beirats die Findungskommission des Beteiligungsprozesses. Diese besteht aus Vertretern aller im Kulturausschuss vertretenen Fraktionen, je zwei Vertretern von Bau- und Kulturreferat sowie zwei Vertretern des bisherigen Kulturbeirats.
  

Rückblende: Auftaktveranstaltung und erste Workshops

Am 9. November fiel der Startschuss für die Bürgerbeteiligung: Über 300 Interessierte kamen zur Auftaktveranstaltung in die brechtbühne. Da der Saal nur 250 Plätze bietet, wurden die Vorträge in den Nebenraum, die Probebühne 3, übertragen. An den beiden darauffolgenden Tagen erarbeiteten im Kulturhaus Abraxas rund 200 Augsburger die Frage: „Wie sieht für mich die Augsburger Theaterlandschaft der Zukunft aus?“, deren Ergebnisse am Ende des jeweiligen Abends der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Moderatorenteam ist noch dabei die umfangreichen Beiträge zu dokumentieren und zu filtern. Ergebnisse aus den Workshops werden in Bälde erwartet, wir halten Sie auf den Laufenden! Mehr zu den beiden Abenden sowie exklusiv das Video mit dem kompletten Vortrag von Keynote-Speaker Peter Spuhler
  

Neuer Intendant, neuer kaufmännischer Direktor

Seit dem 18. November ist es offiziell: André Bücker, ehemals Generalintendant des Anhaltischen Theaters Dessau, soll die Leitung des Theater Augsburg ab der Spielzeit 2017/2018 übernehmen. Bereits 2016 soll der neue kaufmännische Direktor seine Arbeit aufnehmen: Christian-Friedrich Meyer, wie Bücker vorher am Dessauer Theater tätig, folgt Steffen Rohr, der in Rente geht. 
Private Website von André Bücker
Meldung der Stadt Augsburg 

Pressestimmen:

Auf diesen Mann dürfen sich die Augsburger freuen – jedenfalls jene unter ihnen, die Lust auf frisches und freches, unbequemes und unbekümmertes Theater haben., Süddeutsche Zeitung, 17.11.2015

Die Situation aber an seinem künftigen Wirkungsort Augsburg sieht er folgendermaßen: „Fantastisch, dass Bayern und Augsburg so massiv in das Theater und die Theaterstrukturen investieren.“ Augenzwinkernd gibt er zu verstehen: „Sitzplatzüberbuchung ist mein Ziel.“, Augsburger Allgemeine, 18.11.2015 

„Ich freue mich sehr darauf“, sagt der 46-Jährige, der gerade in Göttingen Goethes „Werther“ auf die Bühne brachte. Wie in Dessau will der gebürtige Niedersachse für eine „Öffnung des Theaters zur Stadt hin“ sorgen. Die „Stadt insgesamt“ will er bespielen. „Mit neuen Ästhetiken.“, Mitteldeutsche Zeitung, 19.11.2015
   

Das Expertenteam

Einen Einblick in Profil und Referenzen des Expertenteams Tina Gadow, Dr. Bastian Lange und Dr. Patrick S. Föhl finden Sie auf Ihren jeweiligen Homepages:

Titelfoto: Diana Deniz

Copyright Homepage Kontakt Impressum Newsletter ändern/abbestellen