Die neuen Nachbarn: Stadt informiert über zukünftige Interimsspielstätte im Martini-Park

21.07.2017 13:06 | Kategorie: Theatersanierung

Noch laufen die Bauarbeiten in vollem Gange, um zwei Werkshallen auf dem Martini-Park Gelände in eine Spiel- und Arbeitsstätte für das Theater und seine Mitarbeiter zu verwandeln. Am 1. Oktober soll hier mit der Oper „Der Freischütz“ die neue Spielzeit eingeläutet werden. Neben einer Bühne mit einem Zuschauerraum, in dem rund 620 Theaterbesucher Platz finden, werden hier auch Probenräume für die Künstler und Büros für die Verwaltung eingerichtet, solange das Große Haus am Kennedyplatz saniert wird.


Um die Anwohner des Textilviertels und alle interessierten Bürger über die neuen Nachbarn und die Veränderungen durch den Spielbetrieb zu informieren, lud die Stadt Augsburg am 19.07.2017 zu einer Informationsveranstaltung auf das Martini-Gelände ein.

In der Kantine empfingen Kulturreferent Thomas Weitzel zusammen mit Projektleiter Stefan Schleifer, dem kaufmännischen Direktor des Theaters Friedrich Meyer sowie Wolfgang Geisler und Herbert Kriegel von der Martini GmbH & Co. KG die Gäste, darunter auch Mitglieder des Vereins Bürgeraktion Textilviertel.

In einem einführenden Vortrag erklärten Herr Weitzel und Herr Schleifer die baulichen Maßnahmen und verdeutlichten ihre Ausführungen anhand einer Präsentation mit Grundrissen und Plänen. Friedrich Meyer ging daraufhin auf die Erreichbarkeit des Geländes ein und berichtete von den Verhandlungen mit den Stadtwerken zur Einrichtung eines Shuttle-Services. Der Appell der Vortragenden war einheitlich: Die Errichtung eines Schauspielhauses ist ein Prozess, der nur gelingen kann, wenn die Bedürfnisse aller Betroffenen gehört und ernst genommen werden. Die Bitte, die Stadt und das Theater dabei zu unterstützen, die neue Nachbarschaft für alle so angenehm wie möglich zu gestalten, traf im Publikum auf Zustimmung.

Parksituation und Barrierefreiheit

In einer ersten Fragerunde kamen vor allem Fragen zur Parksituation auf, die am neuen Theater ähnlich sein wird wie beim Großen Haus: In unmittelbarer Nähe gibt es nur wenige Parkplätze, daher sollte der Öffentliche Nahverkehr verstärkt genutzt werden. Auch wurden Fragen nach der Barrierefreiheit gestellt. Das Theater im Martini-Park wird vollständig barrierefrei zugänglich sein. Spezielle Bereiche für Rollstuhlfahrer gibt es in vorderster Reihe. Für Besucher, die ein Hörgerät tragen, wird eine induktive Höranlage installiert und auf der Tribüne wird es Aufstiegshilfen geben, berichtet der Architekt des Theaters Hendrik Euling-Stahl.

Von der Industriehalle zur Theaterspielstätte

Im Anschluss kam Architektin Annabelle Schmid zu Wort, die den Gästen durch einen virtuellen Rundgang eine Vorstellung dessen ermöglichte, was heute noch nicht zu sehen ist: Visualisiert wurde hier die Eingangssituation sowie das Foyer mit den Theaterkassen sowie der Theatersaal. Nach diesem Eindruck konnte man sich schließlich auch ganz real ein Bild vom aktuellen Stand der Bauarbeiten machen. Kulturreferent Weitzel und die Architekten Frau Schmid und Herr Euling-Stahl führten die Gruppe durch die Hallen, die aktuell noch kaum an ein Theater erinnern. Auch wenn der Zeitplan straff ist und die Eröffnung immer weiter in greifbare Nähe rückt, sind die Beteiligten zuversichtlich, dass der „Freischütz“ pünktlich am ersten Oktober Einzug halten kann.




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