Die Fuggerei: 67 Häusern mit 140 Wohnungen, einer Kirche und Verwaltungsgebäuden. Quelle: Stadt Augsburg

Fuggerei – die älteste Sozialsiedlung der Welt steht in Augsburg

Die malerische Siedlung hat ihre Wurzeln im 16. Jahrhundert und geht auf eine Stiftung des berühmten Kaufmanns Jakob Fugger zurück.

Die heute noch bestehende älteste Sozialsiedlung der Welt wurde 1521 von Jakob Fugger für schuldlos verarmte Augsburger Bürger gestiftet und von 1514 bis 1523 erbaut. Sie besteht aus 67 Häusern mit 140 Wohnungen, einer Kirche und Verwaltungsgebäuden. Immer noch beträgt die Jahresmiete nur 0,88 Euro (früher ein Rheinischer Gulden). Drei Gebete täglich für das Seelenheil der Stifterfamilie sind Bestandteil des Mietvertrags.

Als "Stadt in der Stadt" wird die Fuggerei bezeichnet, denn sie hat eine Kirche, eine Stadtmauer und drei Toren. Bis heute wird die Sozialsiedlung nahezu ausschließlich aus dem Stiftungsvermögen (Forstwirtschaft und Immobilien) finanziert und durch die Fürstlich und Gräflich Fuggersche Stiftungs-Administration verwaltet.

Besucher können das Wohnen früherer Zeiten in drei Räumen des letzten original erhaltenen Haus nachvollziehen. Auch eine aktuelle Wohnung kann besichtigt werden. Der im Jahr 2006 neu eröffnete, moderne didaktische Bereich des Fuggereimuseums dokumentiert mit einem Museumsfilm, mit Text- und Bildtafeln sowie Exponaten die Geschichte der Fugger und der Fuggerei.

Fuggerei-Panorama

Fuggerei Museum

In drei Räumen im letzten original erhaltenen Haus der Fuggerei wird das Leben und Wohnen in der ältesten Sozialsiedlung der Welt dargestellt.

Darüber hinaus erläutert ein Museumsfilm die Geschichte der Fugger und der Fuggerei. Tafeln an verschiedenen Häusern in der Fuggerei weisen im Außenbereich auf bauliche und historische Details hin.

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