Foto: Christian Menkel

Frieden

Das Friedensbüro im Kulturamt der Stadt Augsburg konzipiert ganzjährig Veranstaltungsformate, die sich künstlerisch, wissenschaftlich, kultur- und bildungspolitisch mit der kulturellen und religiösen Vielfalt der Augsburger Stadtgesellschaft auseinandersetzen.

Dazu gehören das dreiwöchige Rahmenprogramm zum Augsburger Hohen Friedensfest, das Festival der Kulturen, die Vortragsreihe Zusammen leben – Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft und die Jahrestagung zum Augsburger Religionsfrieden. Darüber hinaus begleitet es den interreligiösen und interkulturellen Dialog, u.a. am Runden Tisch der Religionen und im Forum Interkultur.

Augsburger Hohes Friedensfest – Kulturprogramm

Das jährliche kulturelle Rahmenprogramm zum Augsburger Hohen Friedensfest setzt sich künstlerisch und gesellschaftspolitisch mit aktuellen Themen und Dynamiken in heterogenen Gesellschaften auseinander. Es steht jedes Jahr unter einem anderen thematischen Dach und lädt ab Mitte Juli drei Wochen lang zu Konzerten, Performances, Theater, Workshops, Diskussionen und Stadtführungen ein. Das Rahmenprogramm wird in enger Zusammenarbeit mit einem breiten Netzwerk aus lokalen Initiativen, Kreativen, Wissenschaftlern und den Augsburger Religionsgemeinschaften konzipiert.

Das Augsburger Hohe Friedensfest am 8. August ist seit 1950 ein gesetzlicher, auf die Stadtgrenzen Augsburgs begrenzter und weltweit einzigartiger Feiertag des Friedens. Seinen Ursprung hat er im Jahr 1650, als die Protestanten Augsburgs erstmals ihre im Augsburger Religionsfrieden (1555) formulierte und im Westfälischen Frieden (1648) schließlich errungene Gleichberechtigung mit der Römisch-Katholischen Kirche feierten, nachdem ihnen am 8. August 1629 die Ausübung ihres Glaubens offiziell untersagt wurde. Die Herausforderungen, die sich damals mit der Koexistenz der beiden christlichen Konfessionen verbanden, liegen für die Stadt Augsburg mit ihren über 40 Prozent Bürgern mit Zuwanderungsgeschichte heute in der Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Vielfalt. Diese aktiv zu gestalten, versteht die „Friedensstadt Augsburg“ als Auftrag, der sich aus ihrem besonderen historischen Erbe ableitet.

Archiv:

Friedensfestprogramm 2014: Heimat? Da war ich noch nie!

Friedensfestprogramm 2015: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten

Friedensfestprogramm 2016: Mut

Festival der Kulturen

Das Festival der Kulturen ist ein fester Bestandteil des Kulturprogramms zum Augsburger Hohen Friedensfest – es lockt jedes Jahr mehrere tausend Besucher aus der Region nach Augsburg. Mit hochkarätigen Weltmusikkonzerten, lokalen Acts und Mitmachprogramm für Kinder lädt es zwei Tage lang zum Feiern und Verweilen in den Annahof und den angrenzenden Dekanatsgarten ein.

Lokale (Migranten-)Organisationen, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Vereine und Künstler bereichern das Festival durch informative, künstlerische und kulinarische Angebote. 

Nächster Termin: Freitag, 29. Juli, und Samstag, 30. Juli 2016

Das Programm steht ab Ende Juni hier zum Download zur Verfügung.

Vortragsreihe „Zusammen leben – Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft“

Im Rahmen der Vortragsreihe „Zusammen leben“ widmen sich Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Sport in Referat und Diskussion den Themen Interkulturalität, Migration, Integration, Diversity und interreligiöser Dialog. Ziel ist, das Verständnis für aktuelle Entwicklungen in heterogenen Gesellschaften zu fördern und konkrete Handlungsoptionen für die interessierte Stadtgesellschaft und Multiplikatoren vorzustellen. Seit 2011 waren u.a. Gesine Schwan, Rita Süssmuth, Navid Kermani, Ilija Trojanow, Ulrich Beck und Heribert Prantl in Augsburg zu Gast.

Die Vortragsreihe des Kulturamtes findet in Kooperation mi dem Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung (Universität Augsburg), dem Evangelischen Forum Annahof und der Volkshochschule Augsburg statt.

Nächste Termine:

Freitag, 15. Juli 2016, 19:30 Uhr, Annahof (Augustanasaal): Aydan Özoğuz (SPD), Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

Archiv:

14.05.14 Prof. Dr. jur. Heribert Prantl: Willkommenskultur und Demokratie
22.01.14 Dr. Mark Terkessidis: Postmigrantische Urbanität – Perspektiven in Hoch- und Popkultur

24.09.14: Prof. Dr. Hinnerk Wißmann,  Ein Staat, viele Religionen – Was kommt nach dem Staatskirchenrecht?

18.3.15 Petra Roth: Kulturelle und religiöse Vielfalt in der Großstadt

17.6.15 Prof. Dr. Hans Joas: Sind die Menschenrechte westlich?

20.10.15 Prof. Dr. Norbert Lammert: Religion(en) und Gewalt

Diversity Tag

Die Friedensstadt Augsburg beteiligt sich als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt an diesem bundesweiten Aktionstag.

Archiv:

Diversity-Tag 2016: Farbe bekennen

Diversity-Tag 2013: Augsburg ist vielfältig – und das ist gut so!

Jahrestagung zum Augsburger Religionsfrieden

Der Augsburger Religionsfriede vom 25. September 1555 ist Grundstein für Augsburgs historische Verpflichtung als Friedensstadt. Er war ein erster Versuch, eine rechtliche Lösung für die Probleme einer religiös heterogen gewordenen Gesellschaft zu finden. Die Tagungsreihe anlässlich des Jahrestages des Augsburger Religionsfriedens fragt unter bestimmten Schwerpunktsetzungen nach den Impulsen, die die Friedensstadt Augsburg für die aktuelle Situation kultureller und religiöser Diversität geben kann.

Veranstalter: Stadt Augsburg: Friedensbüro im Kulturamt und Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt / Universität Augsburg: Lehrstuhl für Friedens- und Konfliktforschung  und Lehrstuhl für Religionspädagogik / Evangelisches Forum Annahof / Volkshochschule Augsburg / Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung e.V.

Nächster Termin:

Oktober 2016

Archiv: 

26.09.2011: „Religionsfrieden heute – wo Religionsfreiheit weh tut“

25. und 26.09.2012: „Friedensstadt heute - Augsburg vor neuen Aufgaben“
24. und 25.09.2013: „Multiperspektivische Erinnerungskultur"
24.09.2014: Ein Staat, viele Religionen – Was kommt nach dem Staatskirchenrecht?

20. und 22.10.2015: Religion(en) und Gewalt




Beitrag auf Channel Welcome Augsburg zur 5. Jahrestagung zum Augsburger Religionsfrieden mit Festvortrag von Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert, Oktober 2015. Channel Welcome Augsburg ist ein durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderter Online-TV-Kanal, der seine Beiträge den Themen Migration und interkultureller Austausch in Augsburg widmet.

Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien

Durch die Auszeichnung exzellenter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wird die Bedeutsamkeit Interkultureller Studien für ein friedliches Zusammenleben in offenen Gesellschaften hervorgehoben und die wissenschaftliche Entwicklung im Hinblick darauf unterstützt und vorangetrieben. Das Kulturamt wirkt in der Jury des Wissenschaftspreises für Interkulturelle Studien mit und konzipiert zusammen mit den Trägern – Fill e.V. und Universität Augsburg – das Rahmenprogramm der Preisverleihung.

Zur Homepage des Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien

Runder Tisch der Religionen

Der Runde Tisch der Religionen in Augsburg wurde von der Stadt Augsburg initiiert und wird gemeinsam von der Stadt und den beteiligten Religionsgemeinschaften getragen und organisiert.

Der Runde Tisch der Religionen soll die Vielfalt der Religionen und Konfessionen in Augsburg abbilden. Er versammelt Abgesandte in Augsburg vertretener Religionsgemeinschaften, die sich dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und den hier formulierten Zielen des Runden Tisches verpflichtet wissen: Oberstes Ziel des Runden Tisches der Religionen ist es, zum friedlichen Zusammenleben der Menschen in Augsburg beizutragen, Konflikte zu entschärfen, bei denen religiöse Faktoren eine Rolle spielen, sowie Verständnis für die Ausübung der unterschiedlichen Religionen in der Stadtöffentlichkeit zu wecken. Foto: Kulturbüro

Ziele und Aufgabe des Runden Tisches der Religionen

Sonderformate

„Merhaba Augsburg“ – Festprogramm zum 50-jährigen Jubiläum des Anwerbeabkommebs Deutschland – Türkei

Am 31. Oktober 1961 unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei ein Abkommen zur Anwerbung von türkischen Arbeitskräften. Entgegen der ursprünglichen Zielsetzung – der zeitlich begrenzten Beschäftigung sogenannter »Gastarbeiter« – setzte das Anwerbeabkommen eine Entwicklung in Gang, die unsere Gesellschaft nachhaltig geprägt hat. Inzwischen blicken vier Generationen Deutsche und Türken auf eine nunmehr fünf Jahrzehnte währende gemeinsame Geschichte zurück.

Die Stadt Augsburg nahm das 50-jährige Jubiläum des Anwerbeabkommens 2011 zum Anlass, dessen besondere Bedeutung für die Geschichte und Entwicklung Augsburgs in das breite Bewusstsein der Stadtgesellschaft zur rufen und entwickelte in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern ein vielfältiges Festprogramm. 

Merhaba Augsburg – Festprogramm

+ -