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 Gesundheit
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Berichte von Gruppen: Sex- und Liebessüchtige

SLAA - Anonyme Sex- und Liebessüchtige

Ein Genesungsprogramm der Zwölf Schritte

und der Zwölf Traditionen für Menschen,

die unter sexueller und/oder emotionaler Abhängigkeit

oder Verschlossenheit leiden

und mit diesem zerstörerischen Verhalten aufhören wollen

Für den Sex- und Liebessüchtigen ist die Nähe zu Anderen immer seltener und schwieriger geworden - falls sie überhaupt jemals bestanden hat. Die verzweifelte Suche, der Einsamkeit durch alle möglichen Aktivitäten zu entrinnen, die immer vielversprechend beginnen, aber nie eine dauerhafte Befriedigung bringen, isoliert uns von der ganzen Bandbreite menschlicher Beziehungen, die "normale" Leute genießen. Schlimmer noch, diese verzweifelte Suche verdeckt den zunehmenden Selbstwertverlust, der der wahre Kern der Krankheit ist.

 

Manchmal drückt sich die Sucht so aus, dass ein häufiger Wechsel sexueller Beziehungen stattfindet. Oft wird diese rastlose Suche damit erklärt, dass man zuhause nicht verstanden wird und deshalb unglücklich sei. Manchmal äußert sich die Sucht in einem verzweifelten Klammern an eine Person, trotz wiederholter tiefer Kränkungen oder mangelndem Verständnis, mitunter auch ohne dass eine sexuelle Abhängigkeit vorzuliegen braucht. Die Sucht kann sich aber auch zeigen, indem gar keine festen Beziehungen zugelassen werden und man sich nur an "Abenteuern"/Romanzen berauscht, die aufhören, bevor sie richtig begonnen haben; oder Sex, Beziehungen und Romanzen werden nur in der Fantasie gelebt, ohne nach außen aktiv zu werden.

Warum wir glauben, dass es sich um eine Sucht handelt

Rich M., ein Mitbegründer von S.L.A.A. beschreibt eine Sucht folgendermaßen: "... der Gebrauch einer Substanz oder Aktivität zum Zweck der Verringerung von Schmerz oder Steigerung von Lust durch eine Person, welche die Kontrolle über Maß, Dauer und Häufigkeit verloren hat und deren Leben infolgedessen zunehmend weniger zu meistern geworden ist."

Magersucht

Magersucht wird als Zwanghafte Nahrungsverweigerung definiert. Sexualität und Liebe betreffend hat dieser Begriff eine ähnliche Bedeutung: Magersucht ist hier die zwanghafte Verweigerung, sexuelle, soziale oder emotionale Zuwendung zu geben oder zu empfangen.

 

Die Magersucht ist auch eine Form der Sex- und Liebessucht, aber sie ist oft nur schwer zu erkennen. Magersucht ist nicht einfach nur Angst vor Intimität. Fast jeder Mensch hat in gewisser Hinsicht Angst vor Intimität, denn Schüchternheit, Schamgefühl und ein Gefühl für eine Privatsphäre sind natürliche menschliche Eigenschaften. Aber Magersüchtige haben aus Angst vor Intimität ein festes Programm gemacht, das sich mit der Zeit verselbstständigt. Und Magersucht kann völlig geräuschlos und ohne das leiseste Aufsehen ablaufen. Jedoch unter der Oberfläche ist Magersucht eine sehr aktive Krankheit. Sie besteht aus: Nichts tun, nichts tun, nichts tun - keinem vertrauen, sich nicht verpflichten, sich nicht hingeben. Gefühllosigkeit sich selbst gegenüber kann es zusätzlich schwierig machen, die Magersucht überhaupt zu erkennen.

 

Falls auch du unsere leidvolle Erfahrung geteilt hast, kannst du nun vielleicht unsere Erfahrung der Hoffnung und der Erlösung annehmen. Wir helfen einander, unsere wahre Freiheit und unsere eigene Würde zu entdecken. Wenn du dich uns anschließen möchtest heißen wir dich herzlich willkommen.

 

Kontakt über

Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen

Telefon (0821) 324-2016

Telefax (0821) 324-2009

Email shg.gesundheitsamt@augsburg.de

Hinweis

Der Inhalt des Berichts stellt die Meinung der SHG dar. Eine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit des Berichts kann von der Stadt Augsburg nicht übernommen werden