Zu Ehren des 1898 in Augsburg geborenen Dichters Bertolt Brecht gibt es in Augsburg eine Brecht-Forschungsstelle, eine Gedenkstätte in seinem Geburtshaus und zahlreiche Veranstaltungen, die dem Leben und Werk des Dichters gewidmet sind. Zudem verleiht die Stadt Augsburg seit 1995 alle drei Jahre den Bertolt-Brecht-Preis. Jedes Jahr findet um den 10. Februar (Brechts Geburtstag) ein Brechtfestival mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten statt.

Die Verabschiedung des Augsburger Religionsfriedens im Jahr 1555 hat das Selbstverständnis der Stadt Augsburg entscheidend geprägt. Der Religionsfrieden war eine politisch-rechtliche Lösung für ein konfessionelles Problem. Er ermöglichte das friedliche Zusammenleben verschiedener, miteinander im Streit liegender christlicher Glaubensbekenntnisse im damaligen Reichsgebiet. Mit diesem Vertragswerk begann zugleich die Geschichte der Friedensstadt Augsburg und daraus leiten wir bis heute die Verpflichtung und den Auftrag für ein friedliches und konstruktives Miteinander in unserer modernen vielkulturellen und vielreligiösen Stadt ab.
Die Herausforderungen, die sich damals mit der friedlichen Koexistenz der beiden christlichen Konfessionen verbanden, liegen für die Stadt heute in der Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Vielfalt, sowohl im Hinblick auf ethnische, kulturelle als auch religiöse Prozesse und Dynamiken sowie den relevanten gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit. Diese Prozesse aktiv zu gestalten, verstehen wir als die Aufgabe, die sich aus dem historischen Erbe der Stadt ableitet. Dem Selbstverständis als "Friedensstadt" trägt die Stadt mit dem Rahmenprogramm zum Augsburger Hohen Friedensfest und ganzjährig im Rahmen von vielfältigen eigenen und Zuschuss- oder Kooperationsprojekten sowie Veranstaltungen in Kultur, Sport, bildung, Wissenschaft und Soziales Rechnung.

Mit der Confessio Augustana (Augsburger Bekenntnis) veränderte sich 1530 die christliche Welt: Martin Luthers Glaubenslehre wurde zur Grundlage der evangelischen Kirche nachdem er sich 1518, ebenfalls in Augsburg, vor Kardinal Cajetan rechtfertigen musste.

Der Augsburger Leopold Mozart schenkte mit seinem Sohn Wolfgang Amadeus der Musikwelt einen der bedeutendsten deutschen Komponisten. Mit vielen Veranstaltungen und dem Leopold-Mozart-Preis für Violine wird Augsburg seinem Ruf als einzige deutsche Mozartstadt gerecht.


