Brauerei erinnert mit einer neuen Biersorte an die bewegte Geschichte der Stadt Augsburg
Seit 1650 feiert Augsburg am 8. August das „Augsburger Hohe Friedensfest“ und erinnert an den Westfälischen Frieden und die Religionsfreiheit für Katholiken und Protestanten. Dieses Jahr erhält das Fest einen neuen kulinarischen Meilenstein: das Augsburger Friedensbier von Schwarzbräu.

Das Augsburger Friedensbier ist da. Der Augsburger Oberbürgermeister (links) gemeinsam mit dem Inhaber der Schwarzbräu GmbH Leopold Schwarz. Bild: Sigfried Kerpf 2012.
Zusmarshausen – Die von Bächen zergliederte Landschaft, ein Mosaik aus Wäldern, Hügeln und Tälern mit malerischen Dörfern, gilt als Naturpark und Naherholungsraum für „Greater Augsburg“ und zahlreiche Touristen. Nur an der Nebenstraße zwischen Zusmarshausen und Herpfenried erinnern Überreste von Wehrmauern daran, dass in dieser Idylle die letzte Schlacht des 30-jährigen Krieges auf deutschem Boden tobte. Am „Roten Berg“ bei Zusmarshausen kämpften am 17. Mai 1648 die bayerischen und kaiserlichen Truppen gegen die Schweden und Franzosen. Beendet wurde die Gefechte um konfessionelle und politische Gegensätze schließlich im Westfälischen Frieden wenige Monate später. An den Friedensschluss nach dem 30-jährigen Krieg und den vorausgehenden Augsburger Religionsfrieden zwischen Katholiken und Protestanten von 1555 erinnert das jährlich stattfindende „Augsburger Hohen Friedensfest“. Dieses Jahr erhält das Fest nach 362 Jahren zum ersten Mal ein eigenes Getränk: das Augsburger Friedensbier von Schwarzbräu.
Brauerei historisch verpflichtet
Die Zusmarshausener Brauerei widmete dem Augsburger Friedensfest ein rotgoldenes Spezialbier, um die Feierlichkeiten für Religionsfrieden und weltanschauliche Toleranz kulinarisch zu bereichern. „Traditionsgemäß wird in Bayern für Volksfeste, Ehrentage und Jubiläen immer auch ein spezielles Bier gebraut. Unsere Brauerei ist mit der Geschichte des Augsburger Friedensfestes so eng verbunden, dass es für uns auf der Hand lag, endlich auch ein Bier für diesen Anlass zu brauen“, erklärt Brauerei-Inhaber Leopold Schwarz. Schon der Ur-Großvater Fritz Hausbrendel braute in Augsburg am Jakobsplatz Bier.
OB Dr. Gribl würdigt das Engagement der Brauerei beim diesjährigen Friedensfest
Der Legende nach stürmten die ausgezehrten Schweden nach der Schlacht die Brauerei „Zum Grünen Baum“ in Zusmarshausen, die heute als Schwarzbräu bekannt ist, und leerten die kompletten Biervorräte. Dieser Legende verdankt nicht nur das Schweden Pils von Schwarzbräu seinen Namen. Das Wahrzeichen der Brauerei, der schwarze Fahnenschwinger auf den Etiketten der Biermarke, erinnert ebenso an den Friedensschluss. „Der historische Bezug macht das Friedensbier von Schwarzbräu so einzigartig. Ich freue mich sehr, dass wir mit Schwarzbräu einen weiteren lokalen Akteur gewinnen konnten, der zum Gelingen unseres traditionsreichen Friedensfestes beiträgt und das Kulturprogramm rund um Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Tagungen geschmackvoll ergänzt“, so der Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Dr. Kurt Gribl.
Weitere Informationen:
Schwarzbräu GmbH
Marktplatz 6
86441 Zusmarshausen
www.schwarzbraeu.de
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