Die Staats- und Stadtbibliothek dient wissenschaftlichen Zwecken, der Informationsversorgung, beruflicher Arbeit und persönlicher Fortbildung. Sie besitzt einen Bestand von fast 500 000 Bänden und rund 1 100 laufend gehaltenen Zeitschriften aus vielen Fach- und Wissensgebieten. Als 470 Jahre alte Stadtbibliothek und Regionalbibliothek für den Regierungsbezirk Schwaben besitzt sie die umfassendste Sammlung von Literatur aus und über Augsburg und Bayerisch-Schwaben. Unterhaltsträger der Bibliothek ist die Stadt Augsburg. Der heutige Name Staats- und Stadtbibliothek rührt im Wesentlichen daher, dass ihre Bestände aus zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgehobenen Klöstern und aus der Pflichtexemplarablieferung von bayerisch-schwäbischen Verlagen und Institutionen Eigentum des Freistaats Bayern sind.
Die Staats- und Stadtbibliothek gehört mit 3 600 Handschriftenbänden, darunter 1 000 mittelalterlichen, 2 800 Inkunabeln und 100 000 Drucken aus der Zeit vor 1800 zu den großen deutschen spätmittelalterlichen-frühneuzeitlichen Sammlungen. Die älteren Bestände bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts umfassen alle Wissensgebiete. Die Schwerpunkte der neueren Literatur liegen bei den Geisteswissenschaften, insbesondere der Geschichte, Kunst, deutschen Literatur und Theologie. Das Schrifttum zu Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bertolt Brecht wird möglichst vollständig gesammelt.
Schon im 17. und 18. Jahrhundert gab es Verfügungen des Augsburger Rats, Exemplare von jedem Druck an die Stadtbibliothek abzuliefern. Seit 1911 erhält die Bibliothek als Pflichtexemplar alle in Bayerisch-Schwaben herausgegebenen Amtsdruckschriften, seit 1987 auch die in diesem Regierungsbezirk erschienenen Verlagserzeugnisse.
Zu den Aufgaben als Regionalbibliothek gehört auch die Sammlung und Erschließung der Literatur über die Region und Persönlichkeiten aus diesem Raum. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite über Regionalbibliographie. Der Bibliothek angegliedert sind die Brecht-Forschungsstelle und das Brechthaus.
Im Kontext der regionalen Dienstleistungen kommt der Zusammenarbeit mit den beiden großen alten gelehrten Vereinigungen der Stadt und des Regierungsbezirks, dem 1834 gegründetem Historischen Verein für Schwaben, dessen Geschäftsstelle die Bibliothek auch ist, und dem 1846 gegründetem Naturwissenschaftlichen Verein für Schwaben ein besonderer Stellenwert zu. Die Bibliothek des Historischen Vereins ist seit 1928 Eigentum der Staats- und Stadtbibliothek, und sie erhält auch alle , insgesamt rund 400 Zeitschriften, die gegen die Zeitschriften des Historischen Vereins, wie auch die des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schwaben getauscht werden.
So beruht der bedeutende Bestand an historischen, landes- und naturkundlichen Zeitschriften der Bibliothek ganz wesentlich auf dem Tausch.
