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Synagoge und Jüdisches Museum

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Die gegen Ende des 19. Jahrhunderts stark angewachsene Jüdische Gemeinde beauftragte 1913 die Architekten Lömpel und Landauer mit der Errichtung einer Synagoge in der Augsburger Innenstadt. 1917 wurde die vielleicht bedeutendste Jugendstilsynagoge Europas an der Halderstraße eingeweiht, ein überkuppelter Zentralbau mit Vorhof zwischen zwei flankierenden Gemeindebauten. Der Einbau einer Orgel war Ausdruck der liberalen Gesinnung der Augsburger Gemeinde. In der Reichspogromnacht brannte die Synagoge, wurde aber nicht völlig zerstört. Nach langjähriger Restaurierung konnte die Synagoge an der Halderstraße 1985 wieder eingeweiht werden. Das damals gleichzeitig eröffnete Jüdische Kulturmuseum zeigt Kult- und Ritualgegenstände des 17.-19. Jahrhunderts, vor allem auch wertvolle Arbeiten Augsburger Gold- und Silberschmiede.