Naturnahe und nachhaltige Holzproduktion

Die städtischen Forstreviere sind Trinkwasserspeicher, Schadstofffilter, Lebensraum und Erholungsgebiet. Oberstes Gebot ist deshalb eine naturnahe und nachhaltige Holzproduktion.

Während die Reviere Siebenbrunn und Haunstetten eine besondere Bedeutung als Erholungs- und Trinkwasserschutzgebiet haben, produzieren die Reviere außerhalb der Stadtgrenzen jährlich mehr als 30.000 Festmeter Holz. Das oberste Gebot dabei: eine nachhaltige und naturnahe Waldwirtschaft. Das heißt: Es wird höchstens so viel abgeholzt wie nachwächst. Die Forstarbeiten sind auf natürlich ablaufende Prozesse abgestimmt und erfüllen die gesetzlichen Rahmenbedingungen (Bundeswaldgesetz und Bayerisches Waldgesetz). Der Wald als Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten wird erhalten.

„Sozialer“ Wald

Mit ihrer nachhaltigen Holzproduktion schreibt die Forstverwaltung schwarze Zahlen und kommt so selbst für Pflege und Unterhalt ihres Waldes auf. Durch die Art der Bewirtschaftung, eine hohe Nachfrage und gute Holzpreise erzielt die Forstverwaltung seit einigen Jahren beträchtliche Überschüsse. Über 80 Prozent davon fließen an die früheren Besitzer des Stadtwaldes: vier Stiftungen, die Seniorenheime und andere soziale Einrichtungen unterhalten. 

„Wald-TÜV“ bescheinigt nachhaltige Forstwirtschaft

Die nachthaltige und naturnahe Holzproduktion in Augsburg wird regelmäßig offiziell bestätigt. Seit 2000 verpflichtet sich die Forstverwaltung den Standards der PEFC, einer unabhängigen Wald-Zertifizierungsstelle. Für das PEFC-Siegel müssen insgesamt 60 Kriterien erfüllt werden. Dazu gehört beispielsweise, dass Forstbetriebe und -verwaltungen nicht mehr Bäume schlagen als nachwachsen, dass sie keine gentechnisch veränderten Setzlinge pflanzen, dass sie die Artenvielfalt im Wald erhalten und auch, dass sie an den Waldarbeiter-Nachwuchs denken. Regelmäßig steht der Stadtwald auf dem Prüfstand, das letzte Mal im September 2014. Das Ergebnis: Augsburgs Forstwirtschaft ist nachhaltig bis in die Baumspitzen.

Mehr zum „Wald-TÜV“: Was das PEFC-Logo für den Verbraucher bedeutet

Weitere Inhalte:

  • Zertifizierung (vorgegebener gesetzlicher Rahmen wird übertroffen)
  • Ressourcenschonendes Arbeiten/Wald als Rohstoffdepot
  • Entwicklung eines zukunftsfähigen Waldes im Hinblick auf den Klimawandel
  • Ausbildung Forstwirt
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