Bombe entschärft: Rückkehr & Bilanz

Die am vergangenen Dienstag bei Bauarbeiten in der Jakoberwallstraße gefundene Fliegerbombe ist erfolgreich entschärft. Die Polizei konnte die gesamte Schutzzone am 25.12., 19 Uhr, wieder freigeben.

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl dankte den 4000 Menschen, die am heutigen Weihnachtsfeiertag im Einsatz waren, aber auch den betroffenen Bürgern für ihre Mithilfe bei der Evakuierung sowie allen Augsburgern für ihre gegenseitige Unterstützung. „Diese hilfsbereite Grundhaltung der Augsburger in dieser besonderen Situation macht mich als Oberbürgermeister stolz. Ich danke auch den Medien für die Unterstützung bei der Information der Bevölkerung und den eingesetzten Kräften der Sicherheitsbehörden und Hilfsorganisationen.“

Diese stießen bei der Evakuierung auf große Akzeptanz. Die Räumung der Schutzzone erfolgte nach Angaben der Polizei friedlich, geordnet und im Zeitplan. Die meisten der 54.000 Augsburger sind wohl bei Freunden und Verwandten oder anderen gastfreundlichen Augsburgern untergekommen, die zu sich eingeladen hatten.

„Dieser Verlauf zeigt uns, dass es eine gute Entscheidung war, den Entschärfungstermin auf den 1. Weihnachtsfeiertag zu legen“, so der Oberbürgermeister. Das Angebot, sich während der Evakuierung in den von der Stadt bereitgestellten Notunterkünften aufzuhalten, nahmen insgesamt rund 900 Menschen an.

Nach Freigabe der Schutzzone Busse auf den Nachtbuslinien im 30-Minuten-Takt

Nach der erfolgreichen Entschärfung der Fliegerbombe in der Augsburger Innenstadt können die Bürger mit den Bussen der Stadtwerke Augsburg wieder kostenlos zurückfahren. Das gilt auch für die mitgebrachten Haustiere. Dazu werden schnellstmöglich nach Freigabe der Schutzzone Busse auf den Strecken der Nachbuslinien 90 bis 94 im 30-Minuten-Takt verkehren. Die ersten Busse starten jeweils von den Endhaltestellen Richtung Königsplatz. Die halbstündigen Abfahrtszeiten an den jeweiligen Haltestellen sind dem Notfahrplan zu entnehmen. Informationen hier: www.sw-augsburg.de. Die Abfahrtszeiten werden auch an den elektronischen Anzeigetafeln an den Haltestellen angezeigt. Zusatzfahrten werden flexibel je nach Bedarf eingesetzt. Ab 1:00 Uhr gilt der reguläre Stundentakt der Nachtbuslinien.

 

Wegen des notwendigen Vorlaufs ist die Aufnahme des regulären Linienverkehrs mit Straßenbahnen leider nicht möglich.

 

Am zweiten Weihnachtsfeiertag, Montag, 26. Dezember gilt wieder der reguläre Feiertags-Fahrplan.

Rücktransport hilfsbedürftiger Anwohner

Die Hilfsorganisationen haben sich auch auf den Rücktransport der Patienten und hilfsbedürftigen Anwohner vorbereitet. Wer am 25. Dezember abgeholt wurde, soll nach aktuellem Stand nach der Entschärfung wieder in seine Wohnung oder in das Altenheim gebracht werden. Eine Anmeldung bei der Integrierten Leitstelle ist nicht notwendig. Die vorab evakuierten Patienten sollen ab dem zweiten Weihnachtsfeiertag zurückverlegt werden. Auch hierzu führt die Integrierte Leitstelle eine Übersicht. Zwei zusätzliche Transportkontingente mit 45 Krankentransport- und Rettungswagen wurden dementsprechend überregional angefordert. Auch die Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen sowie private Rettungsdienste werden ihre Kapazitäten aufstocken.

Rund 4000 Menschen im Einsatz

Insgesamt waren am 1. Weihnachtsfeiertag rund 4000 Menschen im Einsatz.

  • Feuerwehr und Berufsfeuerwehr: rund 900
  • THW: 73
  • Polizei: rund 900
  • Hilfsorganisationen ASB, BRK, DLRG, Johanniter und Malteser sowie des Medizinischen Hilfswerks (ein Zusammenschluss privater Rettungsdienstunternehmen): 860 mit etwa 310 Fahrzeugen im Einsatz. (einschl. Betreuung und Transport)

Hinzu kommen Einsatzkräfte von Stadt, Stadtwerke, Kliniken, Altenheimen, Unterkünften, ACO (57) etc. Weitere rund 1000 Kräfte aus dem Bereich der Sanitätsdienste waren zusätzlich in Rufbereitschaft.

Vielen Dank an alle Einsatzkräfte, Freiwilligen, Medien und Augsburger, die für einen reibunglslosen Ablauf gesorgt haben.

 

+ -