Stabilisierungselemente

Inhaltlich

  Mietspiegel

Der Augsburger Stadtrat hat 2016 den Mietspiegel auf den Weg gebracht, um Auswüchsen bei Mietpreisentwicklungen entgegen zu wirken. Der Mietspiegel stellt Preise in Kategorien dar und berücksichtigt unter anderem Stadtteil, Lage (Lärmbelastung, ÖPNV-Anbindung), Baujahr, Ausstattung und Energieverbrauch. Eine solche Erhebung ist Voraussetzung für die Mietpreisbremse.
 

Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse soll einen gerechten Ausgleich zwischen den Interessen von Vermietern und Mietern schaffen. Die Regelung sieht vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt – so auch in Augsburg - höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich zehn Prozent angehoben werden darf.
 

Zweckentfremdungssatzung

Durch eine Zweckentfremdungssatzung sollen Maßnahmen verhindert werden, die dem Wohnungsmarkt Wohnraum entziehen. Eine Zweckentfremdung liegt beispielsweise vor, wenn Wohnraum beruflich oder gewerblich genutzt wird, zum Zweck der Fremdenbeherbergung verwendet wird (z.B. als Ferienwohnung), abgebrochen wird oder länger als 3 Monate leer steht.

Die Satzung kann für diese Maßnahmen eine Genehmigungspflicht festlegen, in München beispielsweise stellt eine ungenehmigte Zweckentfremdung eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.
 

Organisatorisch

Durch Personalaufbau bei der städtischen Bauverwaltung und der WBG sollen schnellere Bearbeitungszeiten bei Bauanfragen, Planungsverfahren und konkreten Projektumsetzungen erreicht werden.
 

Finanziell

  Senkung der Baupreise: Konzeptuntersuchung zur Verringerung der Baukosten durch serielles und modulares Bauen

Wesentlicher Kostentreiber für Wohnimmobilienmiet- und Kaufpreise sind die derzeit sehr hohen Baukosten. Diese ergeben sich sowohl aus der durch die anhaltende Niederzinsphase aufgeheizten Marktlage als auch durch stetig angehobene Anforderungen an die Bauausführung (z. B. Barrierefreiheit, energetische Optimierung (ENEV)). Als Möglichkeit der Kostenstabilisierung oder -absenkung wird die WBG im Austausch mit der nationalen Wohnungswirtschaft nach Möglichkeiten suchen, durch serielles bzw. modulares Bauen Potenziale zu wecken.
 

Entwicklung und Umsetzung Zielvorgaben für den geförderten Wohnungsbau in Bebauungsplänen

 

 

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