Säule 2: Städtischer Wohnungsbau

Programm der WBG

Um günstigen Wohnraum zu erhalten, hat die städtische Wohnbaugesellschaft (WBG) seit 1995 über 5000 Wohnungen generalmodernisiert. Dies führte städtebaulich zu einer Niveauhebung ganzer Stadtteile wie Oberhausen oder Hochfeld. Dadurch wurde aber auch eine Zweiklassengesellschaft
bei Mietern verhindert, was im Sinne einer intakten Stadtgesellschaft ist. Im selben Zeitraum wurden 377 Wohneinheiten erworben und 605 neu errichtet.

Bis 2021 plant die WBG die Modernisierung von sechs Wohnanlagen mit 304 Wohneinheiten. Schwerpunkt für diesen Zeitraum ist jetzt der Neubau von rund 775 Wohnungen, die bis dahin fertiggestellt oder begonnen werden.
Von dem 2014 erteilten Auftrag an die WBG zum Bau oder Kauf von 600 Wohnungen sind derzeit 72 Wohneinheiten angekauft und 95 gebaut worden. Im Bau befinden sich derzeit 129 Wohnungen.

Neubauten ab 2014 tabellarisch (WE = Wohneinheiten)

 
167 Wohneinheiten fertig:

Weidachstraße18 WE
Römertor17 WE
Hirschstraße42 WE
Untere Osterfeldstraße18 WE
Holzweg (Ankauf)72 WE

 
129 Wohneinheiten im Bau:
 

Donauwörther Straße42 WE
Offinger Straße45 WE
Bärenkeller II42 WE

  
650 Wohneinheiten geplant:
 

Dr. Dürrwanger-Straße  (36 WE)   
Linde-Areal    (26 WE) 2017/19 = 62 WE
SO Ulmer Straße und Baufeld 4 (rund 250 WE)  
BPlanänderung  2018/20
St.-Servatius-Stift   (55 WE)  BPlanänderung 2018/20
Nordfriedhofstraße   (34 WE)  
BPlanänderung +/- 2018/20 = 400 WE
Sheridan Baufeld 3 und 7  (rund 190 WE)
BPlanänderung 2019/21
Spicherer Schule   (60 WE)  
BPlanänderung 2019/21 = 650 WE 

 
Grundstücksverfügbarkeit:
 

Planungshorizont 2021785 WE
Wernhüter Straße (2.600 qm)40 WE2020/2022
Weltwiese (26.000 qm)250 WE2022/2024
Schillstraße (Verlagerung Regiebetrieb)150 WE2022/2024
Klinikum (bis zu 55.000 qm)noch unklar
Haunstetten Süd/West (50.000 qm)500 WE2027/2031
Stadtwerke SV (49.000 qm)noch unklar

Stärkung der WBG

Ausschüttungsverzicht

Seit einigen Jahren leistet die WBG als städtische Tochter eine Ausschüttung an die Mutter Stadt Augsburg. Diese Ausschüttung wurde beständig in Höhe von 162.200 € brutto geleistet; dies entspricht 4% des Stammkapitals, das die Stadt bei der Gesellschaft eingelegt hat. Durch den Verzicht der Ausschüttung stehen bei der WBG mehr liquide Mittel zur Verfügung, die für den Wohnungsbau genutzt werden können.
 

Einlage von städtischen Grundstücken in das WBG-Stammkapital

Durch die Einlage von städtischen Grundstücken in das Stammkapital der WBG wird zum einen die finanzielle Leistungsfähigkeit der WBG gestärkt. Zum anderen werden Grundstücke für die WBG verfügbar gemacht, die für die Realisierung von Wohnbauprojekten genutzt werden können.
 

Säule II des Wohnungspakts Bayern

Die so genannte kommunale Säule des Wohnungspakts Bayern sieht vor, dass Kommunen durch einen Kapitaleinsatz von 10% der Vorhabenskosten, z.B. durch die Einbringung eines städtischen Grundstücks, selbst Wohnraum schaffen können. Das Programm gilt ausdrücklich nicht für Wohnungsbaugesellschaften, allerdings kann die WBG als Dienstleister für die Stadt auftreten. Der Freistaat gewährt umfangreiche Zuschüsse (30% bis ausnahmsweise 60%) und stellt eine extrem günstige Finanzierung für die restlichen 90% zur Verfügung. Zur Erläuterung: Die staatlichen Zuschüsse werden vorab festgelegt, die restlichen Kosten werden zu 10% von den von der Kommune zu erbringenden Eigenanteilen und zu 90% durch günstige Finanzierungsmöglichkeiten dargestellt.

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