Referat OB – Direktorium 2

Halbzeit in der Stadtrats-Periode. In seiner Bilanz spricht Thomas Schmidt-Tancredi, Leiter des Direktoriums 2 im Referat OB, über die Stadtwerke, das Klinikum – und über Investoren aus ganz Deutschland.

Thomas Schmidt-Tancredi - Direktorium 2. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Thomas Schmidt-Tancredi leitet das Direktorium 2 im Referat Oberbürgermeister. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Stadtwerke Augsburg Holding

Seit dem Bürgerentscheid am 12. Juli 2015, in dem Augsburger Bürgerinnen und Bürger mehrheitlich die Fusion der Stadtwerke-Energiesparte mit erdgas schwaben abgelehnt haben, befinden sich die Stadtwerke in einem Wandel und machen sich im „stand-alone“ Fall zukunftssicher. Viele Bereiche werden organisatorisch umstrukturiert, Prozesse optimiert und neue Strategien umgesetzt, um den gegenwertigen und künftigen Herausforderungen standhalten zu können. Die Umsetzung des Wandlungsprozesses macht sich vor allem durch die Neuorganisation, dem Wegfall von Leitungsebenen (Direktionen) und einem sozialverträglichen Abbau von Stellen bemerkbar.
 

Klinikum Augsburg – Auf dem Weg zur Uniklinik

Der von Ministerpräsident Horst Seehofer eingeleitete Prozess der Gründung einer Medizinischen Fakultät an der Universität Augsburg mit der Fortentwicklung des Klinikums Augsburg zu einem Universitätsklinikum wurde intensiv weitergetrieben.

Gemeinschaftlich mit Vertretern der Bayerischen Staatsverwaltung, der Universität Augsburg und weiteren Exzellenzen in der medizinischen Landschaft konnte das Forschungs- und Lehrkonzept einer neuen medizinischen Fakultät erarbeitet werden.

Das „Gemeinsame Eckpunktepapier“ zu den Modalitäten und zur Organisation einer möglichen Übernahme des Klinikums Augsburg in die staatliche Trägerschaft wurde am 14. Juni 2016 von Ministerpräsident Horst Seehofer, Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Landrat Martin Sailer offiziell unterzeichnet.

Am 8. Juli 2016 sprach der Wissenschaftsrat sein positives Votum zur Etablierung einer Universitätsmedizin mit einer Vorklinik in Augsburg mit den Forschungsschwerpunkten Umweltmedizin und Medizininformatik aus.

Der Bayerische Ministerrat fasste am 25. Oktober 2016 den Beschluss zur Überführung des Klinikums Augsburg in eine Universitätsklinik in Trägerschaft des Freistaats Bayern zum 1. Januar 2019.

Schließlich wurde am 2. Dezember 2016 die Medizinische Fakultät mit einem Festakt gegründet.
Frau Prof. Dr. Martina Kadmon konnte als Gründungsdekanin gewonnen werden.

Die Grundstücke, auf denen der künftige Universitäts-Campus errichtet werden soll, wurde bereits an den Freistaat Bayern übergeben. Das Vorhaben zur Baurechtsschaffung läuft.

Die ersten Studenten im Fach Medizininformatik werden im Wintersemester 2018/2019 beginnen. Die ersten Medizinstudenten folgen zum Wintersemester 2019/2020. Auch die Planung und Herstellung von Interimsgebäuden läuft auf Hochtouren, damit die ersten Studenten sogleich gute Studienbedingungen vorfinden.
 

Klinikum Augsburg – intern

In baulicher Hinsicht wird die millionenschwere Generalsanierung des Haupthauses in Kriegshaber fortgeschrieben.

In 2015 wurden bereits die neue Kinderklinik Augsburg und das Mutter-Kind-Zentrum Schwaben sowie der Bau des Zentral-OP mit 24 hochmodernen OP-Sälen bezogen und in Betrieb genommen.

Ein großer Erfolg war auch die Eröffnung der KVB-Bereitschaftspraxis im November 2015 in unmittelbarer Nähe zur Notaufnahme des Klinikums Augsburg.
Mit dem Anbau West wird ein intensivmedizinisches Zentrum westlich des bestehenden Klinikumgebäudes, in dem die Institute für Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie, für Transfusionsmedizin und Hämostaseologie, das Institut für Pathologie sowie tagesklinische Strukturen unterschiedlicher Fachdisziplinen zusammengefasst werden. In dem Neubau entsteht zudem ein neues Intensivzentrum.

Anlässlich der Verhandlungen mit dem Freistaat über den Trägerwechsel hat sich bezüglich der Abwicklung und Finanzierung der Generalsanierung die Notwendigkeit ergeben, den gesamten 4. Bauabschnitt-West bis Ende 2018 abzuschließen. Um die Realisierung der Aufstockung und Sanierung des Bestandes bereits parallel zur Errichtung des Erweiterungsgebäudes zu gewährleisten, müssen rechtzeitig Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Deshalb wird derzeit ein fünfgeschossiger Baukörper in Modulbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad errichtet, in dem drei Intensivpflegebereiche, ein Normalpflegebereich sowie im Erdgeschoss die wichtige Erweiterung der Zentralen Notaufnahme unterkommen können. 
 

Güterverkehrszentrum Region Augsburg

a) Grundstücksgeschäfte
Von den zur Verfügung stehenden Flächen sind inzwischen 74 Prozent (ohne Vorbehaltsflächen für den Umschlagbahnhof) vermarktet. Als Ergebnis der verstärkten Akquise und des gestiegenen Bekanntheitsgrades fragen inzwischen Investoren aus ganz Deutschland Flächen an. Derzeit gibt es konkrete Ansiedlungsverhandlungen für ein rd. 28.500 m² großes Grundstück.
Die Vermarktung eines Grundstücks mit 26.000 m², auf dem Investoren Hotel- und Büroimmobilien für Servicedienstleister entwickeln können, wird weiter intensiv verfolgt.

b) Umschlagterminal
Das Planfeststellungsverfahren für den Umschlagbahnhof, der das Herzstück des Güterverkehrszentrums werden soll, ist weiterhin bei der Regierung von Oberbayern anhängig. Sobald ein rechtsgültiger Planfeststellungsbeschluss vorliegt, will die Terminalinvestitionsgesellschaft Augsburg, die eigens für die Realisierung des Terminals gegründet wurde, die Baumaßnahmen und den Betrieb ausschreiben.

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