Referat 7 – Ordnungsreferent Dirk Wurm

Halbzeit in der Stadtrats-Periode. In seiner Bilanz spricht Ordnungsreferent Dirk Wurm über Sicherheit in der Stadt, den Sport- und Bäderentwicklungsplan – und über ein außergewöhnliches Weihnachtsfest.

10 Fragen an Ordnungsreferent Dirk Wurm

Ihre Ziele:

Mit welchen Zielen sind Sie 2014 in Ihrem Referat gestartet?

Dirk Wurm: Mein Ziel war und ist es, eine gut durchdachte sowie weitsichtige Ordnungs- und Sportpolitik für unsere Stadt umsetzen. Das bedeutet erstens die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen, sie bei Diskussions- und Entscheidungsprozessen voll zu beteiligen und dadurch zweitens zu verhältnismäßigen und zielführenden Vorschlägen zu kommen. Für Populismus war und bin ich genauso wenig zu haben, wie für eine Überreglementierung. Die Stadt soll gerade im Bereich Ordnung und Sport einen plausiblen Handlungsrahmen vorgeben, der unsere Stadt zukunftsfähig macht und die persönliche Freiheit des Einzelnen gegen das Gemeinwohl abwägt.
 

Ihre Erfolge:

Was haben Sie in den vergangenen drei Jahren schon erreicht?

Dirk Wurm: Es ist uns gelungen die richtigen Antworten auf die Chancen und Herausforderungen einer wachsenden Stadt im Ordnungs- und Sicherheitsbereich zu geben, in dem wir inhaltlich sehr gute präventive Projekte an den Start gebracht haben und gleichzeitig das Personal beim Ordnungsdienst deutlich aufstocken konnten. Dazu trägt auch die mittlerweile sachgerechte Ausstattung unserer Feuerwehr bei. Gerade beim Bombenfund an Weihnachten 2016 ist nur allzu deutlich geworden, wie wichtig modernes Einsatzgerät, neue Fahrzeuge und zeitgemäße Gerätehäuser sind.

Zufrieden bin ich auch mit den Entwicklungen im Bereich des Bürgerservice, wo wir durch den Aufbau einer Online-Plattform die städtischen Dienstleistungen noch näher an die Augsburgerinnen und Augsburger bringen.

Im Sport ist uns konzeptionell mit dem Sport- und Bäderentwicklungsplan sogar ein ziemlich großer Wurf gelungen. Denn wenn wir die Vorschläge dieses Plans in den nächsten Jahren umsetzen, dann bin ich mir sicher, dass wir ein ganz neues Lebensgefühl für viele Augsburgerinnen und Augsburger durch attraktive Freizeit- und Sportmöglichkeiten schaffen können.
 

Ihre Projekte:

Was waren Ihre wichtigsten Projekte in den letzten drei Jahren?

Dirk Wurm: Mein wichtigstes Projekt war es bisher, die inhaltlichen Weichen für eine integrierte Ordnungspolitik aus Prävention und angemessener Repression zu schaffen, um damit im Alltag, wie auch bei unseren Festen und Veranstaltungen das größtmögliche Maß an Sicherheit zu garantieren.

Im Sportbereich galt es, die Grundlage für eine neue Politik des Miteinanders von Schulen, Vereinen und Bürgerschaft sowie den Sportlerinnen und Sportlern zu schaffen. Mit dem Sport- und Bäderentwicklungsplan ist dies gelungen.

Auch unsere präventiven Angebote im Gesundheitsbereich auszubauen ist gelungen - beispielsweise durch das „Biopausenbrot“ oder „Herzlich Willkommen Augsburger Kinder“.

Hinzu kommt die inhaltliche Stärkung unserer Feste, wie Plärrer und Dulten. Denn nur wenn diese als attraktiv wahrgenommen werden, können sie ihren Beitrag zu einem guten Leben in Augsburg beitragen.
 

Ihre Planungen:

Welche Themen möchten Sie in den nächsten drei Jahren voranbringen?

Dirk Wurm: In allen Bereichen stehen nach der inhaltlichen Vorarbeit Maßnahmen zur Umsetzung an, wie

  • der Neubau des Kinderbeckens im Fribbe-Freibad,
  • der Neubau des Umkleidetrakts an der Sportanlage Süd,
  • die Schaffung eines Sporttreffs in Oberhausen,
  • die Eröffnung des Bürgerbüros in Hochzoll,
  • der Bau des neuen und dringend notwendigen Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr in Göggingen und
  • die stufenweise Sanierung des Standesamtes in der Maximilianstraße.

Kurzgesagt: Ich möchte für unsere Heimatstadt weiterhin eine Politik machen, die zu einem guten und sicheren Leben wesentlich beitragen kann.
 

Ihre Einschätzung:

Welche Themen werden uns in Augsburg in den nächsten drei Jahren beschäftigen?

Dirk Wurm: Uns werden sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen einer wachsenden Stadt beschäftigten und hierbei insbesondere der soziale Zusammenhalt in unserer Stadt. Ein Gemeinwesen das sich dynamisch entwickelt, neigt schnell dazu, diejenigen, die an dieser Dynamik nicht oder nur untergeordnet teilhaben können, zu vergessen. Das darf nicht passieren! Gute Arbeit und ausreichend bezahlbaren Wohnraum sowie Chancengerechtigkeit und eine moderne und sachgerechte Infrastruktur, damit alle in Augsburg auch wirklich ein gutes Leben führen können.
 

Ihre Vision:

Wohin sollte sich die Stadt Augsburg entwickeln?

Dirk Wurm: Ich möchte, dass wir als Stadtgesellschaft, gerade vor dem Hintergrund des Wachstums und der Zuwanderung uns auch zukünftig als „Augsburgerinnen und Augsburger“ verstehen. Unsere Identität müssen wir aufrechterhalten. Sonst werden die Neuerungen und Veränderungen der Zukunft vermehrt zu Konflikten führen.
 

Ihre Zahl:

Gibt es eine Zahl, die in ihrer Arbeit für die Stadt eine besondere Bedeutung hat?

Dirk Wurm: 2020. Bis dahin haben der Stadtrat und die Bürgerinnen und Bürger mir Zeit eingeräumt, für unsere Stadt etwas Positives zu bewegen.
 

Ihr Lieblingsort:

Wo fühlen Sie sich in Augsburg besonders wohl, welcher Ort hier erfüllt Sie mit Zufriedenheit?

Dirk Wurm: Ganz ehrlich, an unzähligen Orten. Auf dem Rathausplatz genauso, wie im Fribbe oder am Lech. Auf dem Spielplatz am Kuhsee genauso, wie auf dem Modular oder der Sportanlage Süd. Am besten ist es, wenn meine Familie mit dabei ist, denn das bringt Action!
 

Ihr Motivation:

Was gibt Ihnen Kraft für Ihre weitere Arbeit?

Dirk Wurm: Neben meiner Familie und vor allem meinen Kindern, die ich besonders nach stressigen Tagen betrachte und denke: Ihr seid es, für die ich jeden Tag Gas gebe - sind es die vielen Bürgerinnen und Bürger, die mich mittlerweile auf der Straße erkennen und meistens ein Anliegen haben. Dieses dann auch erfüllen zu können, und oft gelingt das, motiviert mich.
 

Bitte vervollständigen Sie noch die nachfolgenden drei Sätze:

Überrascht hat mich …
„wie schnell globale Entwicklungen, wie die Flüchtlingswelle im Jahr 2015, in unserem Alltag in Augsburg ankommen.“

Nachdenklich gestimmt hat mich …
„dass selbst Kommunalpolitik nicht mehr geschützt ist vor Populismus, wobei es doch zuallererst immer um die Sache gehen sollte.“

Besonders glücklich war ich …
„als ich am 25. Dezember 2016 die Nachricht am Handy erhalten habe, dass die Entschärfung der Fliegerbombe geglückt sei und ich dann um 19 Uhr die Evakuierung aufheben konnte. Das war Erleichterung pur!“

 

Momente 2014 – 2020

Plr Christkindlesmarkt 211116 13-news
Zwei Männer und ein Engel: Ordnungsreferent Dirk Wurm eröffnet den Christkindlesmarkt gemeinsam mit OB Dr. Kurt Gribl. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Dult 150417 08-news
Ordnungsreferent Dirk Wurm bei der Eröffnung der Augsburger Dult. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Firmenlauf 120516 18-news
Beim M-Net-Firmenlauf gibt Ordnungsreferent Dirk Wurm das Start-Signal. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Fliegerbombe 211216 09-news
Per Skype-Verbindung in den Kongress am Park verkündete Ordnungsreferent Dirk Wurm am 25.12.2016 die erfolgreiche Entschärfung der Fliegerbombe. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Seniorennachmittag Pl
Beim Seniorennachmittag auf "seinem" Plärrer macht Ordnungsreferent Dirk Wurm auch in bayerischer Tracht eine gute Figur. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
+ -