Referat 6 – Baureferent Gerd Merkle

Halbzeit in der Stadtrats-Periode. In seiner Bilanz spricht Baureferent Gerd Merkle über das Stadtentwicklungskonzept, neue Wohnbauflächen – und über die Augsburger Radlnacht.

10 Fragen an Baureferent Gerd Merkle

Ihre Ziele:

Mit welchen Zielen sind Sie 2014 in Ihrem Referat gestartet?

Gerd Merkle:

  • Erarbeiten eines Stadtentwicklungskonzepts (STEK) für die Stadt Augsburg
  • Fortführung des Innenstadtumbaus
  • Unterstützung der Mobilitätsdrehscheibe mit verkehrlicher Neuordnung
  • funktionale Neuordnung und gestalterische Aufwertung der Bahnhofsvorplätze Ost und West mit Regionalbusterminal
  • kontinuierlicher Ausbau der Fahrradstadt
  • Ausbau der Stadtteilentwicklung
  • Schulsanierung
  • Generalsanierung Stadttheater
  • Sanierung des Straßen- und Brückenbestandes
     

Ihre Erfolge:

Was haben Sie in den vergangenen drei Jahren schon erreicht?

Gerd Merkle:

  • Fertigstellung der Neugestaltung der Fußgängerzone
  • Fortführung der Baumaßnahme Maximilianstraße
  • Fertigstellung des Theodor-Heuss-Platzes
  • Ausbau der „Fahrradstadt 2020“ mit Auszeichnung der Stadt als „Fahrradfreundliche Kommune“
  • Umgestaltung Textilviertel
    - Wandel des ehemaligen Augsburger Kammgarnspinnerei Areals AKS (1. Preis für Baukultur der Metropolregion München)
    - Fertigstellung des „Kulturspeichers“ (Textilmuseum, Stadtarchiv, Stadtarchäologie)
  • Fortführung der Entwicklungsmaßnahme Reese Areal und Sheridan Areal
  • Masterplan „Kreativquartier Gaswerkareal“
  • Neuausweisung neuer Baugebiete für Wohnungsbau
  • Sanierung der denkmalgeschützten Stadel: Holl- und Barockstadel
     

Ihre Projekte:

Was waren Ihre wichtigsten Projekte in den letzten drei Jahren?

Gerd Merkle:

1. Theodor-Heuss-Platz
2. Winter-/Dominikanergasse
3. Durchführung der „1. Augsburger Fahrradnacht“
 

Ihre Planungen:

Welche Themen möchten Sie in den nächsten drei Jahren voranbringen?

Gerd Merkle: Schwerpunkt der Stadtplanung ist sicherlich das mit den Bürgern und Fachleuten erarbeitete Stadtentwicklungskonzept STEK, das aufzeigen soll, wie sich die Stadt Augsburg in den nächsten 15 Jahren entwickeln wird.

Darüber hinaus werden die Planungen für städtebauliche Projekte wie den 12-Apostel-Platz in Hochzoll, der Vorplatz am Grünen Kranz in Lechhausen und die Platzgestaltung zwischen den beiden Kirchen St. Joseph und St. Johann in Oberhausen baulich umgesetzt.

Ein weiterer Schwerpunkt wird die Vorbereitung des städtebaulichen Ideenwettbewerbes für das Gebiet Haunstetten Süd-West sein, dessen Ergebnisse Ende 2019 vorliegen sollen.

Im Hochbau werden uns die Sanierung des Stadttheaters, die Schulsanierungen sowie der Neubau des Umweltbildungszentrums die nächsten Jahre beschäftigen.

Im Bereich des Tiefbaus liegt unser Augenmerk unter anderem beim Neubau der Ackermannbrücke, bei der Umgestaltung der Bäcker- und Spitalgasse, dem kontinuierlichen Ausbau der Fahrradstadt und der Erneuerung des Parkleitsystems.
 

Ihre Einschätzung:

Welche Themen werden uns in Augsburg in den nächsten drei Jahren beschäftigen?

Gerd Merkle:

  • Schaffung neuer Wohnbauflächen für alle Einkommensschichten
  • Bewältigung der Verkehrszunahme in den Wohnvierteln und der Innenstadt
     

Ihre Vision:

Wohin sollte sich die Stadt Augsburg entwickeln?

Gerd Merkle: Nachhaltige, sozialverträgliche Bauflächenentwicklung insbesondere auf inner-städtischen Brach-, Arrondierungs- und Umnutzungsflächen, die die sozialen und wirtschaftlichen Ansprüche an die Flächennutzung mit den ökologischen Funktionen des Raumes in Einklang bringen sind der Stadt Augsburg ein wichtiges Anliegen.

Durch die Realisierung der Mobilitätsdrehscheibe Augsburg sollen die neu entstehenden Stadtquartiere wie Sheridan, Reese Park und der künftige Campus der Medizinischen Fakultät an der Universität Augsburg besser an die vorhandenen Schienensysteme des öffentlichen Personennahverkehrs angebunden und die Knotenpunkte komfortabler gestaltet werden. 

Mit dem Projekt Fahrradstadt 2020 soll im Sinne der Umweltstadt Augsburg eine Erhöhung des Radverkehrsanteils auf mindestens 25 Prozent erzielt werden.

Die Stadt Augsburg nutzt Förderprogramme, die die Kommunen bei der Bewältigung des demografischen und wirtschaftlichen Strukturwandels unterstützen. Stadtgebiete, die beispielsweise vom wirtschaftlichen Strukturwandel betroffen sind, sollen als Wohn- und Wirtschaftsstandort gestärkt und ältere Wohngebiete an den aktuellen Bedarf angepasst werden.

Auf der Grundlage von städtebaulichen Entwicklungskonzepten sollen nachhaltige städtebauliche Strukturen hergestellt werden, um die urbane Lebensqualität zu erhalten bzw. nachhaltig zu verbessern. Mit einer Vielzahl von städtebaulichen Projekten wurde unter anderem der Grundstein für ein modernes und vitales Augsburg gelegt.
 

Ihre Zahl:

Gibt es eine Zahl, die in ihrer Arbeit für die Stadt eine besondere Bedeutung hat?

Gerd Merkle: Nein.
 

Ihr Lieblingsort:

Wo fühlen Sie sich in Augsburg besonders wohl, welcher Ort hier erfüllt Sie mit Zufriedenheit?

Gerd Merkle: Die Innenstadt.
 

Ihre Motivation:

Was gibt Ihnen Kraft für Ihre weitere Arbeit?

Gerd Merkle: Mir gibt insbesondere das aktive Gestalten und die Diskussionen zusammen mit den Bürgern Kraft für meine Arbeit.
 

Bitte vervollständigen Sie noch die nachfolgenden drei Sätze:

Überrascht hat mich …
„die große Unterstützung der Anwohner, als ich die ersten Planungsabsichten für die Umgestaltung der Bäcker-/Spitalgasse vorgestellt habe.“

Nachdenklich gestimmt hat mich …
„die Diskussion über das sozialverträgliche Nebeneinander von freifinanzierten und EOF-geförderten Wohnungsbau.“

Besonders glücklich war ich als …
„auf dem fertig gestellten Elias-Holl-Platz das erste Klassik-Open-Air-Konzert veranstaltet wurde.“

 

Momente 2014 – 2020

Plr Brandschutzuntersuchung 180516 03-news
Eines der großen Projekte für Baureferent Gerd Merkle in dieser Wahlperiode: die Sanierung des Theaters. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
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Baureferent Gerd Merkle beim Bürgertalk zur Theatersanierung in der Brechtbühne. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Fliegerbombe Evak 251216 160-news
Während der Evakuierung am 25.12.2016 hielt Baureferent Gerd Merkle mit der Hauptabteilung Kommunikation im Kongress am Park durch. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Radlnacht 160716 46news
Eine Herzensangelegenheit für den passionierten Radfahrer ist die Augsburger Radlnacht. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Umweltbildungszentrum 270317 08-news
Baureferent Gerd Merkle bei der Vorstellung der Pläne für das neue Umweltbildungszentrum. Links im Bild Umweltreferent Reiner Erben. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
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