Referat 2 – Umweltreferent Reiner Erben

Halbzeit in der Stadtrats-Periode. Umweltreferent Reiner Erben spricht in seiner Bilanz über das Umweltbildungszentrum, das Integrationsprogramm – und über das Jahr 2030.

10 Fragen an Umweltreferent Reiner Erben

Ihre Ziele: Mit welchen Zielen sind Sie 2014 in Ihrem Referat gestartet?

Reiner Erben: Mir war es zunächst wichtig, die Arbeitsstrukturen im Referat 2 und neu zu ordnen und in die Bereiche Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Migration in den Mittelpunkt meiner Arbeit zu stellen. Mit den beiden Stabsstellen bzw. Büros für Migration und Nachhaltigkeit konnten diese Themen gestärkt werden.
 

Ihre Erfolge: Was haben Sie in den vergangenen drei Jahren schon erreicht?

Reiner Erben: Die Migrationsarbeit der Stadt wurde mit der Verdopplung des Personals im Büro für Migration deutlich ausgebaut. So konnte die interkulturelle Öffnung der Verwaltung in Angriff genommen werden.

Die Durchführung des Architekten-Wettbewerbs für das Umweltbildungszentrum und die Absicherung des Projekts im Investitionsplan der Stadt sind ein Meilenstein für die Stärkung der Umweltbildungsarbeit.

Mit dem Beschluss zum Klimaprogramm 2020 wurde die Grundlage gelegt für die Ausweitung der Klimaschutzaktivitäten der Stadt im Dialog mit der Stadtgesellschaft.
 

Ihre Projekte: Was waren Ihre wichtigsten Projekte in den letzten drei Jahren?

Reiner Erben:

  • Verabschiedung der Zukunftsleitlinien für eine nachhaltige Entwicklung Augsburgs und Beschlussfassung über die Nachhaltigkeitseinschätzung
  • Standortfindung für das neue Wertstoff- und Straßenreinigungsdepot Süd und die Entwurfsplanung für eine energieeffiziente und ökologische Bauweise des Depots
  • Neue Satzung für die Zusammensetzung des Integrationsbeirats aus fachkundigen Bürgerinnen und Bürgern
     

Ihre Planungen: Welche Themen möchten Sie in den nächsten drei Jahren voranbringen?

Reiner Erben:

  • Ein Integrationsbericht und ein daraus entwickeltes Integrationsprogramm werden den Weg weisen, wie Willkommenskultur und Zusammenleben gut gelingen können.
  • Mit einer aufsuchenden und unabhängigen Energieberatung in verschiedenen Stadtvierteln werden wir vermitteln, was jede und jeder Einzelne zum Klimaschutz beitragen kann.
  • Nachdem die Pläne für ein Umweltbildungszentrum jetzt vorliegen geht es in den nächsten zwei Jahren um die Umsetzung, den Baubeginn und den Ausbau von Umweltbildungsangeboten.
  • Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband werden wir die Beweidung von wertvollen Flächen im Stadtgebiet mit Rindern, Schafen und Ziegen ausbauen und so den Naturschutz stärken.
  • Wir werden in den nächsten Monaten mit den Augsburgerinnen und Augsburgern ins Gespräch gehen über die Zukunftsleitlinien der Nachhaltigkeit um herauszuarbeiten, was und wie die Stadtgesellschaft zusammen hält.
     

Ihre Einschätzung: Welche Themen werden uns in Augsburg in den nächsten drei Jahren beschäftigen?

Reiner Erben: Augsburg ist eine wachsende Stadt. Die Herausforderung in den nächsten Jahren wird es sein, eine gute Integration der Zugewanderten und der schon länger in Augsburg Lebenden zu organisieren sowie ausreichend und bezahlbaren Wohnraum für alle Augsburgerinnen und Augsburger zu schaffen ohne dass die Menschen, die Umwelt und die Natur darunter leiden.
 

Ihre Vision: Wohin sollte sich die Stadt Augsburg entwickeln?

Reiner Erben: Ziel muss es sein, die gute Lebensqualität und das respektvolle Zusammenleben in unserer Stadt so zu gestalten, dass wir nicht auf Kosten anderer Menschen und der Natur hier aber auch weltweit leben. Das heißt für mich, die Stadt nachhaltig zu gestalten.
 

Ihre Zahl: Gibt es eine Zahl, die in ihrer Arbeit für die Stadt eine besondere Bedeutung hat?

Reiner Erben: 2030. Bis zum Jahr 2030 muss der CO2-Ausstoß auch in Augsburg um 50 Prozent reduziert werden, um unsere selbst gesteckten Klimaziele einhalten zu können.
 

Ihr Lieblingsort: Wo fühlen Sie sich in Augsburg besonders wohl, welcher Ort hier erfüllt Sie mit Zufriedenheit?

Reiner Erben: Der Stadtwald Augsburg am Lech. Dort kann ich mitten in der Natur ausspannen und die über Jahrhunderte geschaffene Kulturlandschaft mit den Bächen und Heiden genießen.
 

Ihre Motivation: Was gibt Ihnen Kraft für Ihre weitere Arbeit?

Reiner Erben: Die Zuversicht, dass es Menschen in dieser Stadt gibt, die mit mir gemeinsam ein gutes Leben für alle gestalten wollen.
 

Bitte vervollständigen Sie noch die nachfolgenden drei Sätze:

Überrascht hat mich …
„die große Hilfsbereitschaft und das anhaltende Engagement der vielen Freiwilligen bei der Unterstützung der Geflüchteten.“

Nachdenklich gestimmt hat mich …
„wie mit platten Parolen und Vereinfachungen Stimmung erzeugt wird auf Kosten anderer Menschen.“

Besonders glücklich war ich als …
„Wanderer in den Bergen.“

 

Momente 2014 – 2020

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Zur Halbzeit-Bilanz lud Umweltreferent Reiner Erben unter anderem auf das Dach des Kongress am Park mit seiner riesigen Fotovoltaik-Anlage. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
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Umweltreferent Reiner Erben hat sich dafür eingesetzt, dass das Modular-Festival noch etwas grüner wird. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Nachhaltigkeit 090516 01-news
Als Umweltreferent hat sich Reiner Erben vor allem dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben (links Dr. Norbert Stamm vom Büro für Nachhaltigkeit). Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Reiner Erben 270317 05-news
Das klimaneutralste Dienstfahrzeug von allen: Reiner Erben fährt mit dem Fahrrad von Termin zu Termin. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Weidestadt Augsburg 111016 17-news
Reiner Erben nimmt den Titel "Weidestadt Augsburg" entgegen. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
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