Referat 1 – Bürgermeisterin und Wirtschafts-/Finanzreferentin Eva Weber

Halbzeit in der Stadtrats-Periode. In ihrer Bilanz spricht Bürgermeisterin und Wirtschafts- & Finanzreferentin Eva Weber über das Technologiezentrum, den Doppelhaushalt – und über einen Aufsteiger.

10 Fragen an Bürgermeisterin Eva Weber

Ihre Ziele:

Mit welchen Zielen sind Sie 2014 in Ihrem Referat gestartet?

Bgm. Eva Weber: Da ich bereits in der vergangenen Legislaturperiode Wirtschaftsreferentin war, konnte ich auf viele Strukturen und Projekte aufbauen, die ich bereits vor 2014 angestoßen habe. Dazu gehört zum Beispiel die Eröffnung des Technologiezentrums Augsburg im Innovationspark, dessen Bau im Jahr 2013 begonnen hat und das 2016 eröffnet wurde.

Neue Aufgaben stellten sich für mich 2014 mit dem Bereich Finanzen. Mein erklärtes Ziel war und ist es, gemeinsam mit den Referentenkollegen und dem Augsburger Stadtrat in einem guten Miteinander die städtischen Haushalte auf einer soliden Basis aufzubauen. So werden viele Dinge möglich gemacht, die für die Entwicklung der Stadt wichtig sind.

Oberste Priorität hat für mich immer, das bestmögliche Ergebnis für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger zu erzielen. Dies ist nur gemeinsam mit dem Stadtrat, dem Oberbürgermeister, den Referentenkollegen und der Stadtverwaltung möglich.
 

Ihre Erfolge:

Was haben Sie in den vergangenen drei Jahren schon erreicht?

Bgm. Eva Weber: Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes und damit auf der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen. Den Menschen in Augsburg und der Region soll ein gutes Auskommen ermöglicht werden. Deswegen arbeiten wir konsequent an der Entwicklung einer Infrastruktur, die die Unternehmen in Augsburg unterstützt. Dazu gehören wissenschaftliche Forschungseinrichtungen genauso, wie die Zurverfügungstellung neuer Gewerbeflächen.

Wichtig sind dabei auch die städtischen Finanzen. Durch Veränderungen bei der Haushaltsaufstellung und die Einführung eines Doppelhaushaltes wurden Konsolidierungsstrukturen eingeführt. Erstmals seit vielen Jahren konnte so für 2017 ein ausgeglichener Finanzplan vom Stadtrat verabschiedet werden.

Zeitintensiv war die Erarbeitung einer Finanzierung für die Theatersanierung, die erst durch den historisch hohen Zuschuss des Freistaates Bayern möglich wurde.

Und als Forstreferentin habe ich mich sehr über das Prädikat Erholungswald für unseren Stadtwald gefreut.
 

Ihre Projekte:

Was waren Ihre wichtigsten Projekte in den letzten drei Jahren?

Bgm. Eva Weber: Unmittelbar entscheidend für die Daseinsvorsorge der Bürgerinnen und Bürger waren die Fortschreibungen des Einzelhandelskonzepts und des Nahverkehrsplans. Einkaufen vor Ort sowie eine gute ÖPNV-Anbindung sind die Lebensader unserer Bevölkerung und unserer Stadtteile.

Außerdem war die Einführung des Doppelhaushalts eine wichtige Weichenstellung. Die Verwaltung, aber auch außenstehende Partner, haben nun Planungssicherheit bei den unterschiedlichsten Projekten und Maßnahmen. Und mit der Möglichkeit, Ausschreibungen in die Wintermonate zu legen, können bessere Ausschreibungsergebnisse und damit Einsparungen im städtischen Haushalt erzielt werden.

Hinzu kommen die Entwicklungen rund um unsere Zukunftsthemen Innovationspark und Digitalisierung: Fertigstellung des Technologiezentrums, Ansiedlung neuer Institute im Augsburg Innovationspark, der Fördermittelzuschlag für das Digitale Gründerzentrum Schwaben – all dies unterstützt uns dabei, in Augsburg qualifizierte Arbeitsplätze zu sichern und neu anzusiedeln. Und die Zahlen bestätigen dies: Noch nie sind im Wirtschaftsraum Augsburg so viele Menschen wie heute einer sozialversicherungspflichten Arbeit nachgegangen.
 

Ihre Planungen:

Welche Themen möchten Sie in den nächsten drei Jahren voranbringen?

Bgm. Eva Weber: Ein Fokus liegt auf der Vermietung der Halle des Technologiezentrums Augsburg (TZA). Das TZA liegt zwar insgesamt in der Vermietung über Plan, die Nutzungen in der Halle liegen aber noch zurück. Hier arbeiten wir stetig an entsprechenden Lösungen.

Außerdem entwickelt sich der Wirtschaftsstandort weiter, Stichwort Uniklinik. Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft rücken in den Fokus, aber auch mit den Themen Digitalisierung und Gründerszene werden wir uns in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen.

Als Liegenschaftsreferentin plane ich in den nächsten Jahren noch einige Sanierungen: Der Umbau der Grottenau für Verwaltung und das Leopold-Mozart-Zentrum, die Sanierung der Fassade des Verwaltungszentrums an der Blauen Kappe oder der langersehnte Aufzug im Standesamt wurden oder werden in Angriff genommen.

Und im Stadtwald werden wir uns mit der Sanierung des Stempflesees und der Renaturierung der Stadtwaldbäche befassen.

Alle Aktivitäten der Stadt werden dabei mit einer soliden Finanzpolitik unterlegt, die Entwicklungen ermöglicht, die Augsburg weiterbringen.
 

Ihre Einschätzung:

Welche Themen werden uns in Augsburg in den nächsten drei Jahren beschäftigen?

Bgm. Eva Weber: Der Zuzug nach Augsburg ist ungebrochen. Daher wird uns das Thema Wohnen mit den zugehörigen Infrastrukturen wie Kinderbetreuung, Schulen, Spielplätze und Erholungsorte intensiv beschäftigen.

In diesem Zusammenhang ist es im Rahmen der gleichmäßigen Entwicklung der Stadt aber auch wichtig, Platz für Unternehmen zu schaffen. Denn die Stadt kann sich nur ganzheitlich entwickeln, wenn neben der Schaffung von Wohninfrastruktur auch die Schaffung von Arbeitsplätzen einhergeht.
 

Ihre Vision:

Wohin sollte sich die Stadt Augsburg entwickeln?

Bgm. Eva Weber: Augsburg ist eine Aufsteigerstadt – nicht nur im Sport. Galt Augsburg früher noch als Anhängsel Münchens, hat sich die Wahrnehmung unserer Stadt in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Als schwäbische Metropole bietet Augsburg alles, was ein starker Standort benötigt. Und dies bei hoher Lebensqualität. Viele Projekte wurden initiiert, sei es bei der Stärkung des Produktionsstandortes durch neue Technologien oder der Umwandlung des Klinikums in eine Uniklinik. Wichtig ist in meinen Augen, dass wir auch weiterhin darauf achten, Augsburg in allen Bereichen weiterzuentwickeln – in der Innenstadt, wie in den Stadtteilen, im Bereich Unternehmensansiedlungen ebenso wie bei kulturellen Einrichtungen. Augsburg hat schon immer etwas für alle geboten ohne auszugrenzen.
 

Ihre Zahl:

Gibt es eine Zahl, die in ihrer Arbeit für die Stadt eine besondere Bedeutung hat?

Bgm. Eva Weber: Die Zahl 1. Für ihre Innenstadt-Kampagne „Und jetzt kommst Du“ ist die Stadt Augsburg 2016 mit dem Stadtmarketingpreis Bayern ausgezeichnet worden.
 

Ihr Lieblingsort:

Wo fühlen Sie sich in Augsburg besonders wohl, welcher Ort hier erfüllt Sie mit Zufriedenheit?

Bgm. Eva Weber: Eigentlich an ganz vielen Orten. Aber wenn ich an einem heißen Sommertag mit einem Buch im Parkhäusl im Siebentischwald sitzen darf, dann ist das für mich ein großes Glück. Das ist für mich ein Stück Lebensqualität.
 

Ihre Motivation:

Was gibt Ihnen Kraft für Ihre weitere Arbeit?

Bgm. Eva Weber: Mein Mann, meine Familie und Freunde, meine Bürofamilie im Referat, meine Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverwaltung und vor allem die Augsburgerinnen und Augsburger, deren Bürgermeisterin ich sehr gerne bin und zu denen mir ein direkter Draht sehr wichtig ist.
 

Bitte vervollständigen Sie noch die nachfolgenden drei Sätze:

Überrascht hat mich …
„immer wieder, wie viele verschiedene Vereine, Initiativen, Projekte und Engagierte es in Augsburg gibt. Es vergeht keine Woche, in der ich nicht einen neuen Aspekt unserer Stadtgesellschaft kennenlernen darf.“

Nachdenklich gestimmt hat mich …
„als im Sommer 2016 die türkische Flagge auf dem Perlachturm gehisst wurde.“

Besonders glücklich war ich …
„als die Fliegerbombe am 1. Weihnachtsfeiertag 2016 entschärft war.“

 

Momente 2014 – 2020

Plr Elevator Pitch TZA 130217 01-news
Das Technologiezentrum im Innovationspark ist eines der Kernprojekte von Bürgermeisterin Eva Weber. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Eva Weber 230217 04news
Einmal im Monat lädt die Wirtschafts- und Finanzreferentin zur Bürgersprechstunde. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Halbzeitbilanz Weber 260417 10-news
In dessen Abwesenheit vertritt Eva Weber den Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Info-Gespr
Beim Besuch von Finanzminister Dr. Markus Söder erklärte Bürgermeisterin Eva Weber die geplante Finanzierung der Theatersanierung. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Plr Ladies Lounge 060716 52-news
Bürgermeisterin Eva Weber setzt sich gerne für Frauenthemen ein - wie hier bei der Ladies Lounge in der Haag-Villa. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
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