Zweitwohnungssteuer

Zum 01. Januar 2005 wurde in Augsburg die Zweitwohnungsteuer eingeführt. Der Steuerpflicht unterliegen grundsätzlich alle Personen, die mit einer Nebenwohnung in Augsburg gemeldet sind.

Formulare

Informationen zur Zweitwohnungssteuer

Höhe der Zweitwohnungsteuer
(§§ 5 und 6 der Zweitwohnungsteuersatzung der Stadt Augsburg)
Die Zweitwohnungsteuer beträgt 10 % der Jahresnettokaltmiete (Miete ohne Heiz- und Nebenkosten).
Wenn nur eine Bruttokaltmiete (einschließlich Nebenkosten, aber ohne Heizkosten) vereinbart wurde, gilt als Nettokaltmiete die um einen Abzug von 10 % verminderte Bruttokaltmiete. Wenn nur eine Bruttowarmmiete (einschließlich Nebenkosten und Heizkosten) vereinbart wurde, gilt als Nettokaltmiete die um einen Abzug von 20 % verminderte Bruttowarmmiete.
Für Wohnungen, die
    •    im Eigentum des Steuerpflichtigen stehen,
    •    dem Steuerpflichtigen unentgeltlich oder zu einem Entgelt unterhalb der ortsüblichen Miete überlassen sind,
    •    ungenutzt sind,
ist die Nettokaltmiete in der ortsüblichen Höhe anzusetzen. Sie wird von der Stadt Augsburg in Anlehnung an die Nettokaltmiete geschätzt, die für Räume gleicher oder ähnlicher Art, Lage und Ausstattung regelmäßig gezahlt wird

Entstehung und Ende der Steuerpflicht
(§ 7 der Zweitwohnungsteuersatzung der Stadt Augsburg)
Die Steuer wird als Jahressteuer erhoben.
Besteuerungszeitraum ist das Kalenderjahr. Die Steuerpflicht für ein Kalenderjahr entsteht am 1. Januar. Tritt die Zweitwohnungseigenschaft erst nach dem 1. Januar ein, so entsteht die Steuerpflicht mit dem ersten Tag des auf diesen Zeitpunkt folgenden Monats.
Die Steuerpflicht endet mit Ablauf des Kalendermonats, in dem der Steuerpflichtige die Zweitwohnung nicht mehr inne hat.

Steuerbefreiung/Steuerermäßigung
(§ 3 der Zweitwohnungsteuersatzung der Stadt Augsburg)
Von der Zweitwohnungsteuer können Personen befreit werden, wenn
    •    die Wohnung von öffentlichen oder gemeinnützigen Trägern zu therapeutischen Zwecken oder für Erziehungszwecke zur Verfügung gestellt wird
    •    sich die Wohnung in einem Alten-, Altenwohn- und Pflegeheimen oder in einer Einrichtungen zur vorübergehenden Aufnahme pflegebedürftiger Personen und ähnliche Einrichtungen befindet
    •    die aus beruflichen Gründen unterhaltene Zweitwohnung von einer verheirateten, nicht dauernd getrennt lebenden Person inne gehalten wird, sich die Zweitwohnung in einer anderen Gemeinde als die eheliche Wohnung befindet und sich der Zweitwohnungsinhaber überwiegend am Ort der Zweitwohnung aufhält (Erwerbszweitwohnungen).

Einführung einer Steuervergünstigung bei geringem Einkommen
Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 hat der Bayerische Gesetzgeber die folgende Regelung zur Zweitwohnungsteuer in das Bayer. Kommunalabgabengesetz aufgenommen.
Auf Antrag kann eine Steuervergünstigung gewährt werden, wenn im vorletzten Jahr die jährlichen Einkommensgrenzen von
    •    29.000 Euro bei Alleinstehenden bzw.
    •    37.000 Euro bei Ehe oder eingetragener Lebenspartnerschaft
unter- bzw. nur ganz geringfügig überschritten werden.
Der Antrag auf Steuervergünstigung kann bis zum 31.01. des Folgejahres formlos oder mit dem folgenden Antragsformular gestellt werden. Das Einkommen ist durch geeignete Unterlagen (Einkommensteuerbescheid/e, BAföG-Bescheid/e bzw. weitere Angaben im Antragsformular) nachzuweisen.

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