Stiftungen

Die Stadt Augsburg verwaltet und vertritt rechtsfähige Stiftungen, die allesamt öffentlichen Zwecken dienen (Bildung, Erziehung, Kunst, Kultur, soziale Aufgaben, Umweltschutz) und in ihrer Gemeinnützigkeit anerkannt sind. Darüber hinaus gibt es rund 80 kirchliche und private Initiativen.

Mit der Fuggerei gibt es in der Stadt die berühmteste und älteste Sozialsiedlung Deutschlands, gestiftet von Jakob Fugger.

Stiftungen erfüllen den gemeinnützigen Willen der Stifterpersönlichkeit – zuverlässig, dauerhaft und unbürokratisch. Rechtsfähige Stiftungen sind grundsätzlich besonders geschützt; zudem unterstützt der Staat die Entstehung und das Wirken gemeinnütziger Stiftungen mit steuerlichen Begünstigungen.

Das anlässlich des 1. Augsburger Stiftungstages 2003 erschienene Buch „Stift(ung)en in Augsburg“ kann ein nützlicher Wegweiser zum gemeinnützigen Engagement sein.

Gemeinnütziges Engagement mit Nachhaltigkeit

Stifter/innen widmen das Vermögen, das Sie in ihre eigene Stiftung oder als Zustiftung in eine andere Stiftung einbringen, auf Dauer einem gemeinwohlbezogenen öffentlichen Zweck, den sie selbst bestimmen.

Die Stiftung als Rechtsperson erfüllt in der Folge zeitlich unbegrenzt den gemeinnützigen anerkannten Willen der Stifterpersönlichkeit.

Stifter/innen wirken in ihrem gemeinnützigen Engagement weit über ihre Lebenszeit hinaus fort. Ein gewichtiges Motiv sich über Stift(ung)en und Stiften ein Bild zu machen.

Stiften ist in verschiedenen Formen möglich; so kann man sich auch mit geringerem Stiftungskapital bei Bürgerstiftungen und Gemeinschaftsstiftungen engagieren.

Als Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Stiftungen informieren wir Sie auch gerne über die gesamte Stiftungslandschaft in Augsburg.

Stiftungen helfen und fördern

Augsburger Bürgerinnen und Bürger jeden Alters und in verschiedensten Bedarfssituationen können zweckentsprechende Leistungen gemeinnütziger Stiftungen erhalten.

Grundsätzliche Voraussetzungen

  • Augsburger Bürger / erster Wohnsitz im Stadtgebiet Augsburg
  • unverschuldete Bedarfs-/Notsituation, die durch eine, zumeist einmalige finanzielle Leistung überbrückt bzw. gemildert werden kann. Gesetzliche Leistungsansprüche sind vorrangig.

Stiftungen fördern und fordern

Stifter und Stiftungen engagieren sich für gemeinnützige Ziele. Um diese Arbeit auch für die Zukunft zu sichern und leistungsfähig zu erhalten brauchen auch Stiftungen Helferinnen und Helfer, die sich für die Stiftungsarbeit und die Stiftungsidee freiwillig engagieren. Deshalb fördern wir seit einigen Jahren in besonderer Art und Weise junge Menschen, die dazu bereit sind.

Beispiele

Befähigte Studenten kurz vor Studienabschluss erhalten für längstens zwei Semester ein monatliches Stipendium aus Stiftungsmitteln und arbeiten im Gegenzug während der Semesterferien bzw. in der Freizeit in gemeinnützigen stiftungseigenen Augsburger Einrichtungen. 

Im Wohnprojekt  Oberer Graben 4 der Paritätischen St. Jakobsstiftung übernehmen Studenten verbindlich wohnpartnerschaftliche Dienste für ihre älteren Wohnungsnachbarn. Im Gegenzug erhalten sie Förderleistungen aus Stiftungsmitteln, die das Wohnen verbilligen.

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